Der Sportartikelhersteller verschärft seinen Umbau: 775 Stellen in US-Verteilzentren fallen dem Rotstift zum Opfer. Es ist bereits die dritte Entlassungswelle in drei Jahren. Der Konzern setzt auf Automatisierung und hofft auf bessere Margen – während die Aktie weiter unter Druck bleibt.

Verteilzentren in Tennessee und Mississippi betroffen

Am 26. Januar 2026 bestätigte Nike die Streichung von 775 Arbeitsplätzen, hauptsächlich in Verteilzentren in Tennessee und Mississippi. Die Maßnahme reiht sich ein in etwa 1.000 Stellenabbau in der Unternehmenszentrale im August 2025 und über 1.600 Kündigungen im Februar 2024.

Nike begründet den Schritt mit dem Ziel, "Komplexität zu reduzieren, Flexibilität zu erhöhen und einen reaktionsschnelleren, widerstandsfähigeren und effizienteren Betrieb aufzubauen". Der Fokus liege auf "beschleunigter Nutzung fortschrittlicher Technologie und Automatisierung".

Kernpunkte der Umstrukturierung:

  • 775 Stellenabbau in Verteilzentren (Januar 2026)
  • Weltweit 77.800 Beschäftigte (Stand Mai 2025)
  • Dritte Entlassungswelle in drei Jahren
  • Schwerpunkt auf Automatisierung

Überkapazitäten nach schwacher Nachfrage

Die Verteilzentren wurden während der vorherigen Strategie ausgebaut, die auf Direktvertrieb setzte und Großhandelskunden vernachlässigte. Morningstar-Analyst David Swarz erklärt: "Nikes Verkaufsentwicklung lag in den vergangenen zwei Jahren deutlich unter dem Normalwert. Es ist sehr wahrscheinlich, dass das Unternehmen zu viel Lagerkapazität aufgebaut und zu viel Personal eingestellt hat."

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Die aktuellen Bestellvolumen rechtfertigen die Personalstärke nicht mehr.

Führungswechsel und Datenschutz-Vorfall

Am 20. Januar 2026 besetzte Nike zentrale Führungspositionen neu. César Garcia übernahm die Region EMEA, Cathy Sparks die Region Greater China.

Zusätzlich untersucht das Unternehmen einen mutmaßlichen Datenleck-Vorfall. Eine Ransomware-Gruppe behauptet, interne Daten veröffentlicht zu haben. Die Cybersicherheitslücke kompliziert die ohnehin schwierige Turnaround-Phase.

Aktie verliert deutlich

Die Nike-Aktie notierte in der Woche nach der Ankündigung schwächer. In den vergangenen sechs Monaten verlor das Papier rund 17 Prozent. Die 52-Wochen-Spanne reicht von 52,28 bis 82,44 Dollar. Die Marktkapitalisierung beträgt etwa 93 Milliarden Dollar.

Im zweiten Geschäftsquartal 2026 brach der Nettogewinn um 32 Prozent ein. Belastungen kamen durch Zölle, Turnaround-Kosten und Schwäche im wichtigen China-Markt.

Ausblick auf März-Zahlen

Die Kostensenkungen spiegeln einen Branchentrend zur Automatisierung in der Logistik wider. Am 18. März 2026 stehen die nächsten Quartalszahlen an. Investoren erwarten Klarheit, ob die Sparmaßnahmen die Margen verbessern – während Nike gleichzeitig verlorene Marktanteile an Konkurrenten zurückgewinnen muss.

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