ASML liefert Rekordzahlen ab – und nutzt den Rückenwind gleich für zwei weitreichende Schritte: ein neues, milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm und eine Straffung der Organisation. Das wirkt wie ein Spagat aus „mehr an Aktionäre zurückgeben“ und „intern effizienter werden“. Doch was steckt hinter dieser Doppelstrategie?

Rekorde zum Jahresende – und ein dicker Auftragspuffer

Das vierte Quartal war der starke Schlusspunkt eines außergewöhnlichen Jahres. ASML meldete für Q4 einen Umsatz von 9,7 Mrd. Euro bei einer Bruttomarge von 52,2%. Ein Detail sticht heraus: Im Quartal wurden Umsätze für zwei High-NA-EUV-Systeme erfasst – der derzeit fortschrittlichsten Lithografie-Plattform des Konzerns.

Auf Jahressicht zog das Wachstum deutlich an. Die Eckdaten für 2025 gegenüber 2024:

  • Umsatz: 32,7 Mrd. Euro (nach 28,3 Mrd. Euro)
  • Bruttomarge: 52,8% (nach 51,3%)
  • Nettogewinn: 9,6 Mrd. Euro (nach 7,6 Mrd. Euro)
  • Gewinn je Aktie (Basis): 24,73 Euro (nach 19,25 Euro)

Noch wichtiger für den Blick nach vorn: Die Bestellungen (Net Bookings) schossen im vierten Quartal auf 13,2 Mrd. Euro, davon 7,4 Mrd. Euro aus EUV-Systemen. Der Auftragsbestand lag zum Jahresende bei 38,8 Mrd. Euro – ein Polster, das die Erlöse der kommenden Quartale besser planbar macht.

Ausblick 2026: Mehr Optimismus dank KI-Nachfrage

Das Management hat die Erwartungen für 2026 angehoben. Geplant sind 34 bis 39 Mrd. Euro Umsatz bei 51% bis 53% Bruttomarge. Für Q1 stellt ASML 8,2 bis 8,9 Mrd. Euro Umsatz in Aussicht.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Asml?

Als Treiber nennt das Unternehmen eine spürbar positivere Einschätzung der Kunden zur mittelfristigen Marktlage. Begründung: robustere Erwartungen, dass KI-bezogene Nachfrage nachhaltiger trägt als zuvor angenommen. Damit rückt weniger der kurzfristige Zyklus in den Vordergrund, sondern die Frage, wie stabil der KI-Investitionsboom wirklich durchhält.

Rückkauf, Dividende – und Stellenabbau

Parallel zu den Rekordzahlen setzt ASML klare Signale bei Kapitalrückflüssen:

  • Aktienrückkaufprogramm: bis zu 12 Mrd. Euro bis 31.12.2028
  • Dividende für 2025: 7,50 Euro je Aktie, +17% gegenüber 2024
  • Zwischendividende: 1,60 Euro je Aktie, zahlbar am 18. Februar 2026

Das vorherige Rückkaufprogramm (2022–2025) endete im Dezember und umfasste 7,6 Mrd. Euro.

Gleichzeitig kündigte ASML eine Umstrukturierung in den Bereichen Technologie und IT an. Ziel sei es, Prozesse zu vereinfachen und den Fokus stärker auf Engineering und Innovation zu legen. In Summe könnte das zu einer netto geringeren Belegschaft um rund 1.700 Stellen führen – überwiegend in den Niederlanden, teilweise in den USA. ASML betont, man treffe diese Entscheidung „aus einer Position der Stärke“.

Auch an der Arbeitsweise soll gedreht werden: Weg von einer Projekt-/Matrix-Struktur, hin zu Teams, in denen Ingenieure festen Produkten und Modulen zugeordnet sind – mit schnelleren Entscheidungen und weniger Reibungsverlusten als Ziel.

Zum Kursbild: In den letzten sieben Tagen gab die Aktie 3,2% nach, liegt aber auf 30 Tage weiterhin klar im Plus.

Zum Kalender: Am 18. Februar wird die Zwischendividende ausgezahlt; am 25. Februar 2026 will ASML die Jahresberichte (US GAAP und IFRS) veröffentlichen.

Asml-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Asml-Analyse vom 03. Februar liefert die Antwort:

Die neusten Asml-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Asml-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 03. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Asml: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...