Palantir Aktie: Stabiler Kurs!
Palantir hat im vierten Quartal nicht nur abgeliefert, sondern die Erwartungen gleich auf mehreren Ebenen übertroffen. Entscheidend ist dabei weniger ein einzelner Rekordwert, sondern das Gesamtbild aus Wachstum, Marge und einem überraschend optimistischen Ausblick. Was steckt hinter dem Rückenwind – und wie belastbar ist er?
Wachstumsmotor USA
Der zentrale Treiber kommt aus den USA. Im Schlussquartal entfiel laut Management rund 77% des Umsatzes auf das US-Geschäft – und genau dort zog das Tempo deutlich an.
Besonders auffällig: Der kommerzielle Bereich in den USA wächst schneller als viele klassische Enterprise-Software-Modelle erwarten lassen. Gleichzeitig bleibt auch das Regierungsgeschäft ein stabiler Block, der weiter zulegt.
Die Zahlen – und warum sie wichtig sind
Im vierten Quartal 2025 meldete Palantir 1,41 Mrd. US-Dollar Umsatz und lag damit klar über den Analystenschätzungen (1,33 Mrd.). Auch beim Gewinn pro Aktie (bereinigt) übertraf das Unternehmen den Konsens.
Neben dem reinen Umsatzwachstum sticht die Profitabilität heraus. Palantir wies eine hohe bereinigte operative Marge und einen ähnlich starken Free Cashflow aus. Dazu kommt ein Rekord bei den Vertragsabschlüssen: Die gebuchten Vertragswerte (TCV) stiegen auf 4,3 Mrd. US-Dollar – ein Plus von 138% zum Vorjahr. Das ist relevant, weil es signalisiert, dass der aktuelle Schwung nicht nur aus bereits laufenden Projekten kommt, sondern auch aus neuen Zusagen.
Wichtige Fakten im Überblick:
- Q4-Umsatz: 1,41 Mrd. US-Dollar (+70% YoY)
- US-Umsatz: 1,076 Mrd. US-Dollar (+93% YoY; erstmals über 1 Mrd. in einem Quartal)
- US Commercial: 507 Mio. US-Dollar (+137% YoY)
- US Government: 570 Mio. US-Dollar (+66% YoY)
- TCV Bookings: 4,3 Mrd. US-Dollar (+138% YoY)
- Kundenanzahl: 954 (+34% YoY)
- Net Dollar Retention: 139% (plus 500 Basispunkte zum Vorquartal)
Rückenwind durch Verträge und AI-Plattform
Palantir verwies unter anderem auf einen möglichen US-Navy-Auftrag bis zu 448 Mio. US-Dollar, der die Lieferkette im Schiffbau modernisieren soll. Zudem meldete das Unternehmen eine sehr hohe Nutzung von „Maven“ – ein Hinweis darauf, dass die Plattform in operativen, realen Szenarien stärker zum Einsatz kommt.
Untermauert wird das durch die Entwicklung bei den Bestandskunden: Eine Net Dollar Retention von 139% bedeutet, dass bestehende Kunden im Schnitt deutlich mehr ausgeben als im Vorjahr. Das ist oft ein gutes Zeichen dafür, dass sich Anwendungen im Alltag ausweiten – und nicht nur als Testballon laufen.
Ausblick 2026: Deutlich über dem Konsens
Der eigentliche Knackpunkt ist die Prognose. Für 2026 stellt Palantir 7,182 bis 7,198 Mrd. US-Dollar Umsatz in Aussicht. Damit liegt das Unternehmen spürbar über dem, was die Wall Street zuvor im Schnitt erwartet hatte (rund 6,27 Mrd.). Zusätzlich fällt auch die in Aussicht gestellte Profitabilität hoch aus – inklusive starkem bereinigtem operativem Ergebnis und Free Cashflow.
Am Markt kam genau diese Kombination an. Nach den Zahlen zeigte die Aktie in einer bereits schwachen Phase zuletzt Erholungstendenzen: Der Schlusskurs von gestern lag bei 125,70 Euro, nachdem der Titel in den vergangenen 30 Tagen -27,78% verloren hatte.
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