VW Aktie: Starke Ergebnisse!
Rund 15 Monate lang wurde verhandelt, nun steht die Einigung: Die 3.200 Beschäftigten im VW-Werk Chattanooga, Tennessee, sollen in den kommenden vier Jahren rund 20 Prozent mehr Lohn erhalten. Die US-Gewerkschaft UAW und Volkswagen haben sich auf einen vorläufigen Tarifvertrag verständigt – ein Durchbruch nach zähem Ringen.
Die Verhandlungen waren alles andere als einfach. Im September 2025 hatte VW ein "letztes Angebot" vorgelegt, das bereits 20 Prozent Gehaltserhöhung vorsah. Doch die Gewerkschaft kritisierte damals scharf: Keine ausreichende Jobsicherheit, kein Schutz vor Werkschließung oder Verkauf. Die Arbeiter autorisierten ihre Verhandlungsführer daraufhin, notfalls in den Streik zu treten.
Was bringt der neue Vertrag?
Neben der Lohnerhöhung über vier Jahre erhalten die Beschäftigten eine Einmalzahlung von 4.000 Dollar sowie jährliche Boni in Höhe von 2.550 Dollar. Die Kosten für die Gesundheitsversorgung sinken. Und – das war der zentrale Streitpunkt – die Jobsicherheit wird deutlich ausgeweitet. VW hat Zusagen gemacht, künftige Produkte im Werk anzusiedeln und die Auslagerung von Arbeiten zu begrenzen.
Über die Vereinbarung müssen die Mitarbeiter noch abstimmen. Dass sie im Frühjahr 2024 im dritten Anlauf für eine gewerkschaftliche Vertretung gestimmt hatten, zeigt: Das Vertrauen in eine starke Interessenvertretung ist gewachsen.
Gewerkschaft feiert strategischen Erfolg
Für die UAW ist die Einigung mehr als ein lokaler Tarifabschluss. Sie will damit ihre Position im gewerkschaftlich schwach organisierten Süden der USA ausbauen. Nach erfolgreichen Streiks bei Ford, General Motors und Stellantis im Jahr 2023 versucht UAW-Präsident Shawn Fain, den Schwung mitzunehmen. "Wenn sich die Gewerkschaftsmitglieder der 'Big Three' mit den Arbeitnehmern der Automobilindustrie im Süden zusammenschließen, gewinnen wir alle", erklärte Fain.
Das Werk in Chattanooga ist die einzige US-Produktionsstätte von VW und fertigt die SUV-Modelle Atlas, Atlas Cross Sport sowie den elektrischen ID.4. Ein Mitarbeiter mit Spitzenlohn würde ab 2026 rund 80.000 Dollar verdienen – vor Überstunden und Gewinnbeteiligung. Das dürfte auch andere Hersteller im Süden unter Druck setzen.
Blume und Stellantis-Chef fordern "Made in Europe"
Während VW in den USA Zugeständnisse macht, schlagen Konzernchef Oliver Blume und Stellantis-Chef Antonio Filosa in Europa einen anderen Ton an. In einem gemeinsamen Gastbeitrag fordern sie eine industriepolitische Kehrtwende: eine "Made in Europe"-Strategie mit verbindlichen Kriterien für Elektroautos. Produktion, Antrieb, Batteriezellen und elektronische Schlüsselkomponenten sollten demnach aus Europa stammen. Fahrzeuge, die diese Anforderungen erfüllen, sollen von staatlichen Kaufprämien und öffentlichen Aufträgen profitieren.
Zudem schlagen die Manager einen CO2-Bonus für E-Autos "Made in Europe" vor. Wer einen Großteil seiner Flotte in Europa fertigt, soll diesen Bonus sogar für alle seine Elektrofahrzeuge erhalten. Ziel sei es, Milliarden an Strafzahlungen zu vermeiden und stattdessen in die heimische Produktion zu investieren. "Europa muss dringend entscheiden, ob es nur ein Markt für andere werden oder auch zukünftig Produzent und Industriemacht bleiben will", heißt es in dem Beitrag.
Die Grünen-Chefin Franziska Brantner begrüßte den Vorstoß: "Unsere Wirtschaft kann nur dann erfolgreich und widerstandsfähig sein, wenn wir konsequent europäisch denken." Nun sei die Bundesregierung gefordert, eine echte europäische Industriepolitik auf den Weg zu bringen.
VW-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue VW-Analyse vom 05. Februar liefert die Antwort:
Die neusten VW-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für VW-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 05. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
VW: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








