Wolfspeed Aktie: Bestenfalls kritisch?
Wolfspeed enttäuschte gestern mit den Zahlen für das zweite Geschäftsquartal 2026. Sowohl der Umsatz als auch der Ausblick auf das laufende Quartal blieben deutlich hinter den Markterwartungen zurück. Während das Segment für KI-Rechenzentren stark wächst, bremsen die Flaute im Elektroauto-Sektor und interne Umstrukturierungen das Unternehmen aus.
Die wichtigsten Kennzahlen des zweiten Quartals im Überblick:
* Umsatz: ~168 Mio. USD (Erwartung: 199 Mio. USD)
* Nettoverlust (GAAP): 151 Mio. USD
* Cash-Position: 1,3 Mrd. USD
* Umsatzprognose Q3: 140 bis 160 Mio. USD (Konsens: ~162 Mio. USD)
Schwache Nachfrage und Margendruck
Der deutliche Umsatzrückgang im Vergleich zu den Analystenschätzungen verdeutlicht die schwierige Phase, in der sich der Halbleiterspezialist nach seiner finanziellen Restrukturierung Ende 2025 befindet. Was bremst den Konzern derzeit konkret aus? Laut Unternehmensberichten führen eine schwächere Nachfrage im Bereich der Elektromobilität sowie Lagerbestandsanpassungen vor geplanten Standortschließungen zu diesem Dämpfer.
Für das dritte Geschäftsquartal stellt das Management zudem weiterhin negative Bruttomargen in Aussicht. Eine Besserung wird erst im Zuge der fortschreitenden betrieblichen Straffung erwartet. Positiv sticht hingegen das Geschäft mit KI-Rechenzentren hervor, das im Vergleich zum Vorquartal um rund 50 % zulegen konnte. Wolfspeed versucht derzeit aktiv, die Abhängigkeit vom volatilen Automobilsektor durch eine stärkere Fokussierung auf Industrie- und Energieanwendungen zu verringern.
Fortschritte beim operativen Umbau
Trotz der schwachen Finanzdaten konnte das Unternehmen strategische Meilensteine erreichen. Die Produktion von 150-Millimeter-Bauelementen am Standort Durham wurde rund einen Monat früher als geplant eingestellt. Die Fertigung konzentriert sich nun vollständig auf das moderne 200-Millimeter-Werk in Mohawk Valley.
Zusätzlich erhielt Wolfspeed die Freigabe der US-Behörde CFIUS für die Aktienemission an Renesas Electronics. Damit wurde ein wesentlicher Bestandteil des gerichtlichen Restrukturierungsplans abgeschlossen. Die Liquidität des Konzerns bleibt mit 1,3 Milliarden USD stabil, unterstützt durch eine Steuererstattung in Höhe von rund 700 Millionen USD. Einen Teil dieser Mittel nutzte das Management bereits, um die langfristigen Schulden um 175 Millionen USD zu reduzieren.
Durch die Anwendung des „Fresh Start“-Accounting nach dem Abschluss des Insolvenzverfahrens sind die aktuellen Zahlen nur bedingt mit Berichten vor dem 30. September 2025 vergleichbar. Für das kommende Quartal steht die Stabilisierung der operativen Margen im Fokus, während die weitere Entwicklung maßgeblich von der Erholung der Nachfrage im EV-Markt abhängen wird.
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