Netflix sieht sich bei der geplanten Übernahme von Warner Bros. Discovery mit massivem Gegenwind konfrontiert. Ein konkurrierendes Gebot von Paramount Skydance und eine kartellrechtliche Prüfung durch das US-Justizministerium bringen die Milliarden-Transaktion ins Wanken.

Der Streaming-Riese hatte sich bereits mit Warner Bros. Discovery auf den Kauf der Studio- und Streaming-Sparte geeinigt. Doch nun hat Paramount Skydance ein höheres Angebot für das gesamte Unternehmen vorgelegt. Das Gebot soll sogar eine Entschädigungszahlung abdecken, die Warner Bros. Discovery an Netflix zahlen müsste, sollte der bestehende Vertrag platzen.

Board prüft Konkurrenz-Angebot

Der Verwaltungsrat von Warner Bros. Discovery prüft derzeit die revidierten Konditionen. Offiziell empfiehlt das Unternehmen seinen Aktionären weiterhin die Fusion mit Netflix. Sollte das Board jedoch das Paramount-Angebot als überlegen einstufen, hätte Netflix vier Tage Zeit, um nachzubessern oder das Gebot zu überbieten.

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Kartellbehörden schalten sich ein

Parallel dazu hat das US-Justizministerium eine formelle kartellrechtliche Untersuchung eingeleitet. Die Behörden prüfen, ob die Transaktion zu einer problematischen Marktkonzentration führt und welche Auswirkungen dies auf Content-Produzenten hätte.

Zusätzlich gerät Netflix unter politischen Druck. Der frühere Präsident Donald Trump forderte am Wochenende die Abberufung von Vorstandsmitglied Susan Rice und drohte mit geschäftlichen Konsequenzen. Co-CEO Ted Sarandos verteidigte die Übernahme und betonte, die Transaktion diene dem Geschäftswachstum und der Expansion der Branche.

Anleger reagieren nervös

Die Unsicherheit belastet die Netflix-Aktie spürbar. Der Kurs gab zuletzt deutlich nach. Die Marktkapitalisierung liegt bei rund 321 Milliarden Dollar. In den vergangenen zwölf Monaten erwirtschaftete das Unternehmen einen Umsatz von etwa 45,2 Milliarden Dollar. Die Aktie bewegt sich in einer Spanne zwischen 75,01 und 134,12 Dollar.

In den kommenden Tagen dürfte die Entscheidung des Warner Bros. Discovery-Boards fallen. Dann zeigt sich, ob Netflix nachziehen muss oder ob die Übernahme endgültig scheitert.

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