Netflix gerät gleich von zwei Seiten in die Zange: Der Kurs leidet unter einem deutlichen Wochenminus, während der Übernahmepoker um Warner Bros. Discovery (WBD) an Schärfe gewinnt. Gleichzeitig sorgt die Debatte über KI-getriebene Umbrüche im Mediensektor für zusätzliche Nervosität. Auffällig: Technische Indikatoren stufen die Aktie inzwischen als klar „überverkauft“ ein.

Wichtige Punkte auf einen Blick:

  • Kursverlust in der Woche: rund -6,5%
  • 14-Tage-RSI: ca. 24 (unter 30 = überverkauft)
  • Netflix-Angebot für WBD: 82,7 Mrd. US-Dollar (Barangebot)
  • Gegenangebot: Paramount/Skydance (u. a. mit 30 US-Dollar je Aktie genannt)

Kursrutsch und „überverkauft“-Signal

Die Aktie beendete die Woche laut 24/7 Wall Street bei 76,87 US-Dollar und lag damit etwa 6,5% unter dem Stand von Anfang des Monats. Der Rückgang fiel stärker aus als beim Gesamtmarkt und brachte den Titel in die Nähe seines 52‑Wochentiefs.

CNBC ordnete Netflix am Freitag zudem unter den technisch am stärksten überverkauften Werten an der Wall Street ein. Begründung: Der 14‑Tage Relative-Stärke-Index (RSI) liegt bei rund 24 und damit deutlich unter der Marke von 30, die typischerweise auf überverkaufte Bedingungen hindeutet. Kann sich die Aktie aus eigener Kraft stabilisieren, oder bleibt sie im Sog der Schlagzeilen?

Übernahme-Poker um Warner Bros. Discovery

Im Mittelpunkt steht das Barangebot über 82,7 Mrd. US-Dollar, das Netflix für Warner Bros. Discovery abgegeben haben soll. Dieses Vorhaben stößt jedoch auf Widerstand: Berichten zufolge hat der aktivistische Investor Ancora Holdings eine Position aufgebaut und drängt den WBD-Vorstand, Netflix zugunsten eines konkurrierenden Angebots den Vorzug zu verweigern.

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Reuters zufolge hat Paramount sein Angebot am 10. Februar nachgebessert. Teil der Anpassungen:

  • eine „ticking fee“ von 25 Cent je Aktie und Quartal, falls der Deal bis Jahresende nicht abgeschlossen ist
  • die Zusage, die 2,8 Mrd. US-Dollar schwere Breakup Fee zu übernehmen, die WBD im Fall eines Rückzugs an Netflix zahlen müsste
  • zudem wurde die Annahmefrist bis zum 2. März verlängert

Deadline berichtete am Sonntag, WBD könne bereits am Dienstag offenlegen, dass man in Gespräche mit Paramount eintreten will – ausgelöst durch das jüngste Angebot der Ellison-Familie. Entscheidend: WBD habe zwar eine unterzeichnete Vereinbarung mit Netflix, doch die wiederholten, unaufgeforderten Offerten von Paramount plus der Druck aktivistischer Investoren könnten die Lage verschieben.

Kartellprüfung und KI-Sorgen belasten das Umfeld

Zusätzliche Unsicherheit kommt von regulatorischer Seite. Das US-Justizministerium prüft die Transaktion wegen möglicher kartellrechtlicher Bedenken. Eine Aktionärsabstimmung bei WBD wird laut Economic Times im März 2026 erwartet – und damit früher als zunächst mit April im Raum stand. US‑Präsident Donald Trump sagte laut Deadline bereits Anfang des Monats, er werde sich nicht in die Prüfung der Regierung einmischen.

Parallel trifft eine breitere Sektorstory Medienwerte: Die Veröffentlichung von ByteDances Seedance 2.0 mit fortgeschrittenen Fähigkeiten zur Videogenerierung hat die Diskussion über mögliche KI‑Disruption neu angefacht. 24/7 Wall Street verweist zudem auf den Kurssturz von Monday.com um 25% in dieser Woche, nachdem das Unternehmen seine 2027‑Prognose wegen KI‑bezogener Unsicherheiten zurückgezogen hatte – ein Impuls, der laut Bericht auch in Software- und Medienwerten für Anspannung sorgte.

Operative Kennzahlen bleiben robust

Trotz des Kursdrucks zeigen die zuletzt berichteten Kennzahlen laut dem offiziellen Q4‑2025‑Aktionärsbrief ein solides Bild:

  • Umsatz im Q4 2025: +17,6% auf 12,05 Mrd. US-Dollar
  • Operative Marge 2025 (Gesamtjahr): 29,5%
  • Free Cashflow Q4 2025: 1,87 Mrd. US-Dollar (nach 1,38 Mrd. im Q4 2024)
  • Free Cashflow 2025 (Gesamtjahr): 9,5 Mrd. US-Dollar

In den kommenden Wochen dürfte vor allem der Fortgang des WBD-Prozesses den Takt vorgeben: Am 2. März endet die verlängerte Frist im Paramount‑Verfahren, und im März 2026 wird eine WBD‑Aktionärsabstimmung erwartet – beides potenzielle Wegmarken für die weitere Kursreaktion.

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