Nebius Group meldet für das vierte Quartal 2025 einen Umsatzsprung von 547 Prozent und erreicht erstmals eine positive EBITDA-Marge. Die milliardenschweren Partnerschaften mit Microsoft und Meta verschaffen dem AI-Cloud-Anbieter eine solide Auftragsbasis, während das Unternehmen gleichzeitig massiv in den Ausbau seiner Rechenzentren investiert.

Die Aktie erholte sich nach anfänglicher Schwäche kräftig und legte in der Woche nach den Zahlen um rund 14 Prozent zu. Am 16. Februar 2026 notierte das Papier bei etwa 98 US-Dollar – ein Plus von über 120 Prozent innerhalb der vergangenen zwölf Monate.

Umsatz verfehlt Konsens, Wachstumstempo überzeugt

Im vierten Quartal erzielte Nebius einen Umsatz von 227,7 Millionen US-Dollar. Das entspricht zwar einer Verfehlung der Analystenschätzungen um rund 280 Basispunkte, doch die Wachstumsdynamik steht im Vordergrund: Der annualisierte Umsatz erreichte zum Jahresende 1,25 Milliarden Dollar und übertraf damit die eigene Prognose von bis zu 1,1 Milliarden.

Zudem meldete das Unternehmen ein bereinigtes Konzern-EBITDA von 15 Millionen Dollar – der erste positive Wert in der Unternehmensgeschichte. Das Management sieht darin einen Beleg für operative Fortschritte, obwohl die Kapitalausgaben für GPU-Beschaffung und Infrastruktur weiterhin hoch bleiben.

Kapazitätsausbau auf über drei Gigawatt geplant

Nebius kündigte an, die vertraglich gebundene Rechenkapazität bis Ende 2026 auf mehr als drei Gigawatt zu erweitern. Dazu entstehen neun neue Rechenzentrumsstandorte in den USA, Frankreich, Israel und Großbritannien.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Nebius?

Die Nachfrage übersteigt das Angebot deutlich. Das Unternehmen verkauft künftige Kapazitäten bereits lange vor deren Verfügbarkeit. Die langfristigen Verträge mit Microsoft und Meta bilden das Fundament dieser Expansion und verschaffen Nebius Sichtbarkeit, die kleinere Wettbewerber im AI-Infrastrukturmarkt nicht haben.

Für 2026 peilt Nebius einen wiederkehrenden Jahresumsatz zwischen sieben und neun Milliarden Dollar an – das Siebenfache des aktuellen Niveaus.

Bewertung bleibt ambitioniert

Das Kurs-Umsatz-Verhältnis liegt bei etwa 61, das Forward-KGV bei 68. Im vierten Quartal verzeichnete Nebius einen Nettoverlust von 249,6 Millionen Dollar, der hauptsächlich auf Investitionen in Kapazitätserweiterung und GPU-Käufe zurückgeht.

Die Leerverkaufsquote beträgt knapp 15 Prozent der frei handelbaren Aktien. Das könnte je nach Nachrichtenlage für zusätzliche Volatilität sorgen.

Wichtige Kennzahlen im Überblick:

  • Q4-Umsatz: 227,7 Mio. USD
  • Umsatzwachstum (Jahresvergleich): 547%
  • Annualisierter Umsatz: 1,25 Mrd. USD
  • Bereinigtes EBITDA Q4: 15 Mio. USD
  • Nettoverlust Q4: 249,6 Mio. USD
  • Zielkorridor 2026 (ARR): 7–9 Mrd. USD

Umsetzung entscheidet über Bewertungsprämie

Nebius verfügt über gesicherte Nachfrage von zwei Tech-Giganten und baut seine Infrastruktur zügig aus. Ob das Unternehmen die ambitionierten Umsatzziele erreicht und die derzeitige Bewertung rechtfertigen kann, hängt von der Geschwindigkeit des Kapazitätsausbaus und der Entwicklung der wiederkehrenden Umsätze ab.

Nebius-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Nebius-Analyse vom 17. Februar liefert die Antwort:

Die neusten Nebius-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Nebius-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 17. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Nebius: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...