Netflix Aktie: Fehlsteig droht?
Netflix sieht sich mit einer unerwarteten Wendung konfrontiert: Der Verwaltungsrat von Warner Bros Discovery erwägt offenbar, Gespräche mit dem Rivalen Paramount Skydance wieder aufzunehmen. Das gefährdet die vereinbarte 82,7-Milliarden-Dollar-Übernahme durch Netflix. Paramount hatte zuvor ein feindliches Übernahmeangebot über 108,4 Milliarden Dollar vorgelegt – deutlich mehr als Netflix bietet.
Die Situation verschärft sich: Aktivistische Investoren erhöhen den Druck auf WBD, das höhere Angebot zu prüfen. Für Netflix steht damit eine strategische Weichenstellung auf dem Spiel.
Paramount erhöht den Einsatz
Laut Bloomberg-Berichten vom 16. Februar diskutiert der WBD-Vorstand derzeit intern, ob man Paramount Skydance eine Chance geben sollte. Das Angebot hat es in sich: Paramount würde die fällige Vertragsstrafe von 2,8 Milliarden Dollar an Netflix übernehmen, falls WBD vom Netflix-Deal zurücktritt.
Zusätzlich bietet Paramount eine „Ticking Fee" von rund 650 Millionen Dollar pro Quartal, sollte die Transaktion bis Jahresende nicht abgeschlossen sein. Das ist ein deutliches Signal: Paramount will den Deal – und zwar schnell.
Sollte WBD formell Gespräche mit Paramount aufnehmen, müsste das Unternehmen Netflix zunächst informieren. Ein solcher Schritt würde vermutlich beide Seiten zu weiteren Zugeständnissen zwingen.
Investoren schalten sich ein
Der aktivistische Investor Ancora Holdings hat eine Position von 200 Millionen Dollar in Warner Bros Discovery aufgebaut und angekündigt, gegen den Verkauf an Netflix zu stimmen. Ancora fordert Verhandlungen mit Paramount und verweist auf regulatorische Risiken sowie unklare Konditionen beim Netflix-Deal.
Auch Pentwater Capital Management drängt den WBD-Vorstand, das Paramount-Angebot ernsthaft zu prüfen. Allerdings haben bisher weniger als 2 Prozent der WBD-Aktionäre ihre Unterstützung für das feindliche Angebot zugesagt.
Was auf dem Spiel steht
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Netflix bietet ausschließlich Bargeld für WBDs Streaming- und Studio-Assets:
- Warner Bros Film- und TV-Studios
- HBO und HBO Max
- Große Franchises wie Harry Potter, Game of Thrones, Superman und Batman
Nicht Teil des Deals wären die globalen Netzwerke – CNN, Cartoon Network und Discovery Channel. Diese würden abgespalten, WBD-Aktionäre erhielten Anteile daran.
Paramount dagegen will den gesamten Medienkonzern übernehmen.
Regulierung als Unsicherheitsfaktor
Das US-Justizministerium und europäische Wettbewerbsbehörden prüfen die Netflix-Transaktion auf mögliche kartellrechtliche Bedenken. Das erhöht das Ausführungsrisiko. WBD hatte ursprünglich eine außerordentliche Hauptversammlung für April angekündigt, bei der Aktionäre über die Netflix-Fusion abstimmen sollen.
Paramount hat die Angebotsfrist bereits zweimal verlängert. Aktuelles Enddatum: 20. Februar 2026.
Strategische Weichenstellung für Netflix
Für Netflix geht es um mehr als nur um eine Übernahme. WBDs Studios und Streaming-Assets würden die Content-Bibliothek massiv erweitern und wichtige Franchises einbringen. Doch eine Vollbarzahlung dieser Größenordnung würde Netflix' bislang konservative Bilanzstruktur grundlegend verändern – von geringer Verschuldung zu einer deutlich höheren Schuldenlast.
Das Ergebnis der WBD-Aktionärsabstimmung, eine mögliche Reaktion von Netflix auf das höhere Paramount-Angebot und regulatorische Signale werden zeigen, welche Richtung Netflix bei Kapitalallokation und Wettbewerbspositionierung einschlägt. Die Angebotsschlacht endet am 20. Februar – dann läuft Paramounts Frist ab.
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