Netflix startet heute in einen heiklen Handelstag: Der Übernahmekampf um Warner Bros. Discovery spitzt sich zu, weil Paramount Skydance sein Angebot nachgebessert hat. Nach dem feiertagsbedingten Stillstand an den US-Börsen am Montag muss der Markt nun gleich mehrere neue Signale einpreisen. Kann Netflix sein Vorhaben in dieser Konstellation überhaupt noch zu den bisherigen Bedingungen durchziehen?

Paramount legt nach

Laut Berichten von Bloomberg und Reuters erwägt das Board von Warner Bros. Discovery, die Verkaufsgespräche mit Paramount Skydance wieder aufzunehmen. Der neue Vorstoß ist dabei klar auf Eskalation ausgelegt:

  • Paramount bietet: 30,00 US-Dollar je WBD-Aktie für das gesamte Unternehmen
  • Netflix bot zuletzt: 27,75 US-Dollar je WBD-Aktie (Dezember), mit einer Struktur, die vor allem auf Studios und HBO Max zielte
  • Zusätzliche Absicherung: Paramount will die Breakup Fee von 2,8 Mrd. US-Dollar übernehmen, falls der Netflix-Deal scheitert
  • „Ticking Fee“: 0,25 US-Dollar je Aktie und Quartal ab 2027, falls sich der Abschluss regulatorisch verzögert

Gerade die Übernahme der möglichen Vertragsstrafe verschiebt die Risiko-Rechnung – und macht es für WBD leichter, dem höheren Angebot den Vorzug zu geben.

Kapitalallokation unter Vorzeichenwechsel

Für Netflix steigt damit die strategische Unsicherheit. Der Konzern hatte sein Aktienrückkaufprogramm pausiert, um Liquidität für die geplante 82,7-Milliarden-Dollar-Transaktion aufzubauen. Sollte der Deal platzen oder ein teureres Nachbessern nötig werden, müsste Netflix seine Mittelverwendung neu sortieren.

Anzeige

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Netflix?

An den Prognosemärkten ist diese Verschiebung bereits sichtbar: Laut Polymarket fielen die Chancen für einen erfolgreichen Abschluss durch Netflix zuletzt auf 45%, während Paramount auf 37% zulegte.

Institutionelles Interesse bleibt hoch

Trotz der aktuellen Unruhe bleibt die Aktie bei großen Investoren gefragt. Vanguard erhöhte seine Beteiligung im dritten Quartal leicht auf 9,09% (rund 38,5 Mio. Aktien). Als Stabilitätsanker gilt zudem das operative Profil: mehr als 325 Mio. Abonnenten und zuletzt eine operative Marge von 29,5%.

Am Markt dürfte heute vor allem zählen, ob sich aus den neu belebten Gesprächen bei Warner Bros. Discovery schnell eine klare Richtung ableiten lässt – zumal Netflix zuletzt bei 76,87 US-Dollar (Schlusskurs vom Freitag) aus dem Handel ging.

Anzeige

Netflix-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Netflix-Analyse vom 17. Februar liefert die Antwort:

Die neusten Netflix-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Netflix-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 17. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Netflix: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...