Palo Alto Networks greift zur Übernahme – und zielt dabei auf eine Sicherheitslücke, die viele Unternehmen noch gar nicht auf dem Schirm haben. Am heutigen Dienstag gab der Cybersecurity-Konzern bekannt, dass er das israelische Start-up Koi übernehmen will. Der Grund: KI-Agenten und -Tools operieren auf Unternehmens-Endgeräten weitgehend außerhalb traditioneller Sicherheitskontrollen.

Die Übernahme erfolgt zu einem strategisch wichtigen Zeitpunkt. Während KI-Assistenten zunehmend Zugriff auf sensible Unternehmensdaten erhalten und nahezu beliebige Aktionen ausführen können, umgehen sie dabei klassische Security-Lösungen. „KI-Agenten und -Tools sind die ultimativen Insider. Sie haben vollen Zugriff auf Systeme und Daten, operieren aber völlig außerhalb traditioneller Sicherheitskontrollen", erklärt Lee Klarich, Chief Product Officer bei Palo Alto Networks.

Angreifer nutzen Framework-Schwachstellen

Das Problem verschärft sich durch konkrete Angriffsvektoren. Cyberkriminelle nutzen bereits Schwachstellen in Agent-Frameworks aus – von Authentication-Bypass bis hin zu API-basierter Remote-Code-Ausführung. Hinzu kommt das Vortäuschen von Agent-Identitäten und die Übernahme von Credentials, um vertrauenswürdige Automatisierungen zu missbrauchen.

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Koi hat sich auf genau diese neue Bedrohungslandschaft spezialisiert. Die Technologie des Start-ups soll nach Abschluss der Übernahme in die Prisma AIRS-Plattform von Palo Alto Networks integriert werden. Gleichzeitig wird die Cortex XDR-Endpoint-Lösung erweitert, um Sichtbarkeit über KI-gesteuerte Operationen zu schaffen.

Details folgen mit Quartalszahlen

Finanzielle Details zur Transaktion nannte Palo Alto Networks nicht. Das Unternehmen kündigte aber an, weitere Informationen im Rahmen des Earnings Calls für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2026 zu nennen – dieser findet heute um 22:30 Uhr deutscher Zeit statt. Die Quartalszahlen dürften ohnehin im Fokus stehen, nachdem das Unternehmen im November seine Jahresprognosen angehoben hatte.

Der Deal steht noch unter dem Vorbehalt regulatorischer Genehmigungen. Mit einer Marktkapitalisierung von 116,36 Milliarden Dollar gehört Palo Alto Networks zu den Schwergewichten der Cybersecurity-Branche. Die jüngsten Zahlen zeigen ein Umsatzwachstum von 15,3 Prozent auf 9,56 Milliarden Dollar.

Für die Aktie könnte die strategische Stoßrichtung entscheidend sein. Während viele Tech-Werte zuletzt unter Druck gerieten, weil Zweifel an der Rentabilität massiver KI-Investitionen aufkamen, positioniert sich Palo Alto Networks gezielt als Absicherer des KI-Booms. Amit Assaraf, CEO von Koi, bringt es auf den Punkt: „Wir haben Koi gegründet, um die nächste Risikofront zu sichern. In einer agenten-zentrierten Welt sind traditionelle Lösungen blind."

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