Der Streaming-Gigant gerät von zwei Seiten unter Beschuss. Während die geplante Übernahme von Warner Bros. Discovery auf heftigen Widerstand stößt, sorgen neue KI-Modelle für Unsicherheit im gesamten Technologiesektor. Die Aktie markierte zum Wochenausklang den tiefsten Stand seit fast einem Jahr – ist die Wachstumsstory in Gefahr?

Aktie unter massivem Druck

Mit einem Wochenverlust von fast 6,5 Prozent auf 76,87 US-Dollar entwickelte sich das Papier deutlich schlechter als der breite Markt. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus bereits auf rund 18 Prozent. Nach dem Höhenflug des Jahres 2024 nähert sich der Kurs nun bedrohlich dem 52-Wochen-Tief. Der Markt bewertet die aktuelle Gemengelage offensichtlich als hochriskant.

Widerstand gegen den Mega-Deal

Hauptgrund für die Skepsis ist das 82,7 Milliarden US-Dollar schwere Gebot für Warner Bros. Discovery (WBD). Der aktivistische Investor Ancora Holdings, der ein WBD-Paket von rund 200 Millionen US-Dollar hält, mobilisiert gegen die Fusion. In einer aktuellen Präsentation bezeichnet Ancora das Netflix-Angebot als minderwertig und unsicher. Aktionäre könnten am Ende deutlich weniger erhalten als die maximal möglichen 27,75 US-Dollar in bar.

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Gleichzeitig bringt sich Konkurrent Paramount Skydance in Stellung. Das Gegenangebot wurde kürzlich nachgebessert, unter anderem durch finanzielle Garantien und die Übernahme möglicher Ausfallgebühren. Ancora drängt den WBD-Vorstand nun offen dazu, diese Alternative zu prüfen, was die Erfolgsaussichten für Netflix schmälert.

KI-Sorgen und Regulatorik

Neben den harten Bandagen im Übernahmekampf drückt die KI-Angst auf die Stimmung. Die Veröffentlichung neuer Videogenerierungs-Modelle von ByteDance wirft Fragen zur Zukunft der Content-Erstellung und möglicher Urheberrechtsverletzungen auf. Dass Tech-Werte wie Monday.com ihre Prognosen wegen drohender KI-Disruption strichen, verstärkte die Nervosität im Mediensektor zusätzlich.

Parallel dazu prüft das US-Justizministerium, ob Netflix im Zuge des Deals wettbewerbswidrige Praktiken anwendet. Fundamental steht der Konzern allerdings weiter solide da: Die operativen Margen lagen 2025 bei fast 30 Prozent, der Umsatz wuchs im Schlussquartal zweistellig und der Free Cash Flow erreichte 1,87 Milliarden US-Dollar.

Die kommenden Wochen dürften volatil bleiben. Entscheidend für die weitere Kursentwicklung wird die für März 2026 erwartete Abstimmung der WBD-Aktionäre über die Netflix-Offerte sein.

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