Netflix Aktie: Brisantes Timing
Netflix steht vor einer Woche der Wahrheit. Während der Streaming-Riese versucht, seine Mega-Übernahme von Warner Bros. Discovery durchzusetzen, sorgt ein massiver Aktienverkauf aus der Chefetage für Unruhe. Anleger stellen sich die Frage: Ist der Ausstieg eines Top-Managers kurz vor dem entscheidenden Termin in Washington nur Zufall oder ein Warnsignal?
Co-CEO macht Kasse
Co-CEO Gregory K. Peters trennte sich am 29. Januar von einem signifikanten Teil seiner Bestände. Laut der am Freitag veröffentlichten Meldung veräußerte er 105.781 Aktien zu Kursen zwischen rund 82,87 und 83,75 Dollar. Zwar erfolgte die Transaktion im Rahmen eines vorab festgelegten Handelsplans (Rule 10b5-1), der den Vorwurf des Insiderhandels entkräften soll, doch der Zeitpunkt fällt ins Auge. Der Verkauf fand nur wenige Tage vor einer kritischen regulatorischen Hürde statt, was am Markt für Gesprächsstoff sorgt. Peters hält nach der Transaktion noch gut 122.000 Anteile direkt.
Im Visier der Politik
Der Fokus der Investoren richtet sich nun auf Dienstag, den 3. Februar. Das Netflix-Management muss sich einem US-Senatsausschuss stellen, um die geplante 82,7-Milliarden-Dollar-Übernahme von Vermögenswerten von Warner Bros. Discovery zu verteidigen. Der im Dezember verkündete Deal würde Netflix den Zugriff auf Schwergewichte wie HBO, Warner Bros. Pictures und DC Studios sichern.
Obwohl das Board von Warner Bros. Discovery dem Angebot von 27,75 Dollar je Aktie bereits zugestimmt hat, sind die kartellrechtlichen Bedenken massiv. Die Senatoren dürften vor allem die Marktmacht des fusionierten Konzerns hinterfragen, der schätzungsweise 30 Prozent des US-Streaming-Marktes kontrollieren würde.
Aktie sucht Boden
An der Börse herrscht angesichts dieser Unsicherheiten Zurückhaltung. Die Aktie schloss am Freitag bei 83,49 Dollar und konnte sich damit nur leicht stabilisieren. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus auf rund 11 Prozent. Ursächlich hierfür ist neben den M&A-Risiken vor allem der jüngste Quartalsbericht: Trotz eines starken Kundenwachstums auf über 325 Millionen Abonnenten enttäuschte der verhaltene Umsatzausblick für 2026 die Anleger. Analysten sehen mit einem mittleren Kursziel von 112 Dollar zwar noch Potenzial, reagierten zuletzt aber mit ersten Zielsenkungen auf die vorsichtige Unternehmensprognose.
Der kommende Dienstag wird die kurzfristige Richtung vorgeben. Sollte die Anhörung im Senat auf harten politischen Widerstand hindeuten, dürfte die Risikoprämie in der Aktie weiter steigen. Gelingt es dem Management hingegen, die wettbewerbsrechtlichen Bedenken glaubhaft zu adressieren, rückt der strategische Wert der HBO-Integration wieder in den Vordergrund.
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