Netflix Aktie: Gegenwind für Mega-Deal
Netflix glänzt mit starken Quartalszahlen und Nutzerwachstum, doch die geplante Übernahme der Studio- und Streaming-Assets von Warner Bros. Discovery (WBD) gerät ins Stocken. Während das operative Geschäft brummt, formiert sich in Europa und Großbritannien politischer Widerstand gegen den 83-Milliarden-Dollar-Deal. Droht die massive Expansion am Veto der Wettbewerbshüter zu scheitern?
Anpassung der Deal-Struktur
Um die Transaktion zu vereinfachen und den WBD-Aktionären mehr Planungssicherheit zu bieten, haben die Unternehmen ihre Vereinbarung am 20. Januar angepasst. Statt einer Mischung aus Bargeld und Aktien bietet Netflix nun eine reine Barzahlung von 27,75 US-Dollar pro Aktie. Dieser Schritt soll den Weg für die entscheidende Abstimmung der WBD-Aktionäre ebnen, die nun für April 2026 angesetzt ist.
Zur Finanzierung dieser gigantischen Summe setzt der Streaming-Marktführer auf vorhandene Barmittel, Kredite und zugesagte Finanzierungen. Das eigene Aktienrückkaufprogramm wurde vorerst auf Eis gelegt, um die Liquidität für die Akquisition zu sichern.
Operative Stärke als Basis
Rückenwind erhält Netflix aus dem eigenen Kerngeschäft. Die jüngsten Zahlen für das vierte Quartal 2025 übertrafen die Erwartungen der Wall Street knapp:
* Der Umsatz stieg um 18 Prozent auf 12,05 Milliarden US-Dollar.
* Der Nettogewinn kletterte um 29 Prozent auf 2,42 Milliarden US-Dollar.
* Die Zahl der bezahlten Mitgliedschaften überstieg weltweit die Marke von 325 Millionen.
Besonders das Werbegeschäft entwickelt sich dynamisch und soll sich laut Prognose im Jahr 2026 im Vergleich zum Vorjahr verdoppeln. Diese finanzielle Stärke ist essenziell, um eine Übernahme dieser Größenordnung zu stemmen.
Politischer Druck nimmt zu
Trotz der soliden Bilanz ziehen am Horizont dunkle Wolken auf. In Großbritannien forderten diese Woche mehr als ein Dutzend Politiker, darunter ehemalige Kulturminister, eine umfassende Prüfung durch die Wettbewerbsbehörde CMA. Die Sorge ist groß, dass der Deal die Dominanz von Netflix im TV-Streaming-Markt zementieren könnte.
Auch auf dem europäischen Festland wächst die Skepsis. Führungskräfte des Konkurrenten Paramount gehen davon aus, dass EU-Regulierer die Übernahme blockieren könnten, da in Brüssel traditionell strenge Maßstäbe bei der Konsolidierung von "Big Tech" angelegt werden. Netflix und WBD haben bereits Gespräche mit dem US-Justizministerium und der Europäischen Kommission aufgenommen.
Parallel dazu läuft weiterhin ein feindliches Übernahmeangebot von Paramount Skydance für WBD in Höhe von 30 US-Dollar pro Aktie. Bislang zeigten sich die Aktionäre jedoch wenig interessiert: Bis zum 22. Januar wurden weniger als sieben Prozent der Anteile angedient, woraufhin Paramount die Frist bis zum 20. Februar verlängerte.
Ausblick
Für Netflix beginnt eine kritische Phase. Während das Unternehmen für das Gesamtjahr 2026 ein Umsatzwachstum von 12 bis 14 Prozent anpeilt, hängt der Erfolg der Expansionsstrategie maßgeblich von den Kartellbehörden ab. Der nächste konkrete Meilenstein ist das Votum der WBD-Aktionäre im April. Bis zum angestrebten Abschluss der Transaktion in 12 bis 18 Monaten dürften die Nachrichten vor allem von den Entwicklungen in Brüssel und Washington bestimmt werden.
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