Netflix Aktie: Neue Hürden
Aufatmen bei Netflix – vorerst. Zwar konnte der Streaming-Gigant am Freitag seine tagelange Talfahrt stoppen, doch am Wochenende braute sich neuer Ärger zusammen. Eine Intervention der US-Aufsichtsbehörde FCC könnte die geplante Mega-Übernahme von Warner Bros. Discovery (WBD) ernsthaft gefährden und die leichte Erholung sofort wieder zunichtemachen.
Warnschuss aus Washington
Die Aktie erholte sich zum Wochenausklang auf 86,12 US-Dollar, nachdem sie zuvor ein neues 52-Wochen-Tief markiert hatte. Doch diese Stabilisierung steht auf wackeligen Beinen. Am Samstag äußerte FCC-Kommissar Brendan Carr „legitime Wettbewerbsbedenken“ bezüglich der geplanten Transaktion. Diese behördliche Skepsis erschwert die Lage für Netflix erheblich, da sich das Unternehmen bereits in einem intensiven Bietergefecht befindet.
Netflix hatte sein Barangebot für WBD zuletzt auf 27,75 US-Dollar pro Aktie erhöht und bewertet das Zielunternehmen damit mit rund 82,7 Milliarden US-Dollar. Damit konkurriert der Konzern direkt mit Paramount Skydance, das eine feindliche Übernahme zu 30 US-Dollar pro Aktie anstrebt. Seit der Ankündigung des Deals im Dezember 2025 hat die Netflix-Aktie rund 23 Prozent an Wert verloren, da Investoren die hohen Integrationskosten und den Kapitaleinsatz fürchten.
Werbesparte als Lichtblick
Operativ lieferte Netflix im vierten Quartal solide Ergebnisse. Der Umsatz stieg um 18 Prozent auf 12,05 Milliarden Dollar, während der Gewinn pro Aktie die Erwartungen mit 0,56 Dollar übertraf. Besonders das Werbegeschäft wächst dynamisch: Die Erlöse in diesem Segment stiegen 2025 um den Faktor 2,5 auf über 1,5 Milliarden Dollar und sollen sich laut Management 2026 erneut verdoppeln.
Doch kann das starke Kerngeschäft die Übernahmesorgen kompensieren? Der Ausblick fiel verhalten aus. Für 2026 prognostiziert Netflix ein Umsatzwachstum von 12 bis 14 Prozent, was eine Verlangsamung gegenüber den 16 Prozent aus dem Vorjahr darstellt. Zudem belastet der geplante Anstieg der Programmausgaben um 10 Prozent auf rund 20 Milliarden Dollar die Margenerwartungen.
Analysten sehen Kaufchance
Der Markt hat mittlerweile viele Risiken eingepreist. Die Bewertung ist im Zuge der Korrektur auf ein 2026er Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von etwa 26 bis 27 gesunken – deutlich günstiger als noch vor sechs Monaten. Trotz der regulatorischen Störfeuer bestätigte Bernstein Research am Samstag das „Outperform“-Rating mit einem Kursziel von 115 US-Dollar. Dies impliziert ein Aufwärtspotenzial von rund 34 Prozent.
Für Anleger wird der Handelsstart in die neue Woche entscheidend sein. Sollten die neuen Aussagen der FCC die Oberhand gewinnen, könnte die wichtige technische Unterstützung bei 82 US-Dollar erneut getestet werden. Gelingt es den Käufern hingegen, den Fokus auf die fundamentale Bewertung zu lenken, wäre eine Bodenbildung möglich. Die nächsten Quartalszahlen werden am 15. April 2026 erwartet.
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