Nebius Aktie: Vorfreude steigt!
Die Aktie von Nebius Group N.V. setzte ihre Aufwärtsbewegung am Montag fort und legte um rund 2 Prozent auf 102,58 Dollar zu. Damit baut der AI-Infrastruktur-Anbieter aus Amsterdam seine Rally der Vorwoche aus, in der das Papier bereits über 20 Prozent zugelegt hatte. Treiber sind die jüngsten Quartalszahlen, eine ambitionierte Prognose für 2026 und eine Welle positiver Analystenstimmen.
Quartalszahlen verfehlen Erwartungen – trotzdem Optimismus
Am 12. Februar präsentierte Nebius die Ergebnisse für das vierte Quartal 2025. Der Umsatz kletterte um 547 Prozent im Jahresvergleich auf 227,7 Millionen Dollar – ein Anstieg von 55 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Analysten hatten allerdings mit 246 Millionen Dollar gerechnet. Auch der Verlust je Aktie von 0,69 Dollar fiel höher aus als die erwarteten 0,42 Dollar.
Die Verfehlung führte jedoch nicht zu Verkaufsdruck. Das Management erklärte, dass die meisten neuen Kapazitäten erst Ende November ans Netz gingen und deshalb nur im Dezember nennenswert zum Umsatz beitrugen. Die Zukunftsindikatoren überzeugten Investoren deutlich mehr.
Kapazitätsausbau läuft auf Hochtouren
Die aktive Leistung erreichte zum Jahresende 170 Megawatt – weit über dem ursprünglichen Ziel von 100 MW. Der annualisierte wiederkehrende Umsatz (ARR) stieg auf 1,25 Milliarden Dollar, ein Plus von 127 Prozent im Quartalsvergleich.
Für 2026 peilt Nebius einen Umsatz zwischen 3,0 und 3,4 Milliarden Dollar an. Der ARR soll bis Jahresende auf 7 bis 9 Milliarden Dollar wachsen. Gleichzeitig hob das Unternehmen seine Prognose für vertraglich gesicherte Leistung von über 2,5 Gigawatt auf mehr als 3 GW an. Die angeschlossene Leistung soll bis Ende 2026 zwischen 800 MW und 1 GW liegen.
Kundenfinanzierung reduziert Kapitalbedarf
Eine Analyse von Seeking Alpha hebt das Finanzierungsmodell von Nebius hervor. Im vierten Quartal flossen dem Unternehmen rund 830 Millionen Dollar an Vorauszahlungen von Kunden zu. Diese Mittel ermöglichen einen aggressiven Kapazitätsausbau mit geringerer Abhängigkeit von externen Kapitalmärkten.
Der Auftragsbestand stützt sich auf milliardenschwere Vereinbarungen. Microsoft schloss einen mehrjährigen Vertrag über 17 bis 19 Milliarden Dollar bis 2031 ab, Meta sicherte sich Kapazitäten im Wert von 3 Milliarden Dollar. Die erste Tranche für Microsoft lieferte Nebius im November 2025 planmäßig aus, weitere Tranchen folgen über das Jahr 2026 verteilt.
Analysten heben Kursziele an
Die Analystenfront zeigt sich zunehmend optimistisch. Compass Point startete am 18. Februar die Coverage mit einer Kaufempfehlung und einem Kursziel von 150 Dollar. BWS Financial bestätigte seine Kaufempfehlung mit einem Ziel von 130 Dollar. Freedom Capital hatte die Aktie bereits Anfang Februar auf "Strong Buy" hochgestuft.
Laut MarketBeat bewerteten 11 Analysten die Aktie in den vergangenen zwölf Monaten: zwei mit "Strong Buy", sieben mit "Buy", einer mit "Hold" und einer mit "Sell". Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 143,22 Dollar. Eine engere Gruppe von acht Analysten, die Public.com erfasst, kommt auf ein durchschnittliches Ziel von rund 150,62 Dollar.
Nachfragesignale bleiben stark
Im Rahmen der Telefonkonferenz zum vierten Quartal erklärte das Management, dass sich die Zahl der Verträge mit Laufzeiten über zwölf Monate im Vergleich zum dritten Quartal nahezu verdoppelt habe. Die durchschnittlichen Verkaufspreise stiegen um mehr als 50 Prozent. Die Hopper-GPU-Kapazitäten seien faktisch ausverkauft, Verlängerungsverträge würden zu verbesserten Konditionen und längeren Laufzeiten abgeschlossen.
Auch der Optionsmarkt signalisiert erhöhtes Interesse. Call-Volumina übertrafen Put-Volumina deutlich, die implizite Volatilität liegt weiterhin über dem 52-Wochen-Median.
Bewertung bleibt ambitioniert
Trotz der Rally erscheinen die Bewertungskennzahlen anspruchsvoll. Die Marktkapitalisierung beträgt rund 24,8 Milliarden Dollar, das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt über 800, das Kurs-Umsatz-Verhältnis bei etwa 47. Das Unternehmen schrieb im vierten Quartal rote Zahlen, das Verhältnis von Schulden zu Eigenkapital beträgt 0,89.
Morningstar sieht keinen Wettbewerbsgraben und verweist auf einen mehrjährigen Zeitraum mit milliardenschweren Mittelabflüssen, da erhebliche Kapitalaufnahmen für Rechenzentren und GPU-Beschaffung anstehen. Die nächsten Quartalszahlen werden für Ende April 2026 erwartet.
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