Nebius Aktie: Optimistische Marktprognosen
Die Papiere der Nebius Group legten gestern zu, getrieben von den massiven Investitionsplänen des Tech-Giganten Meta Platforms. Als Infrastruktur-Partner profitiert das Unternehmen direkt vom KI-Wettrüsten im Silicon Valley. Doch rechtfertigen die vollen Auftragsbücher bereits die hohen Erwartungen an den noch unprofitablen Neocloud-Anbieter?
Rückenwind durch Milliarden-Investitionen
Meta Platforms kündigte für das Jahr 2026 Kapitalausgaben zwischen 115 und 135 Milliarden US-Dollar an – ein Anstieg von rund 74 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Ein Großteil dieser Summe fließt in die Beschaffung von Nvidia-Chips, die auch über Cloud-Partner-Netzwerke bereitgestellt werden sollen. Nebius ist Teil dieses Netzwerks und sitzt bereits auf einem Fünf-Jahres-Vertrag mit Meta im Wert von 3 Milliarden US-Dollar.
Zusammengenommen mit einer weiteren mehrjährigen Vereinbarung mit Microsoft summiert sich der Auftragsbestand des Unternehmens auf über 20 Milliarden US-Dollar. Analysten werten Metas Strategie, Nvidia-Hardware auch über Partner zu nutzen, als direktes Wachstumssignal für die Umsatzpipeline von Nebius.
Strategische Erweiterung durch Software
Neben der reinen Infrastruktur baut Nebius sein Geschäftsmodell durch die jüngste Übernahme von Tavily für 275 Millionen US-Dollar aus. Die Integration dieser KI-Suchtechnologie zielt darauf ab, spezialisierte Dienste für datenintensive Bereiche wie Finanzhandel und Coding anzubieten. Strategisch bedeutet dies einen Schritt weg vom reinen Hardware-Verleih hin zu margenträchtigeren Software-Services, die eine stärkere Kundenbindung ermöglichen sollen.
Licht und Schatten in der Bilanz
Der Blick auf die jüngsten Finanzdaten zeigt jedoch ein gemischtes Bild. Zwar wuchs der Umsatz im vierten Quartal 2025 um beeindruckende 547 Prozent auf 227,7 Millionen US-Dollar, verfehlte damit aber die Analystenschätzungen. Auch der Verlust fiel mit 0,69 US-Dollar je Aktie höher aus als erwartet.
Positiv sticht hingegen der jährlich wiederkehrende Umsatz (ARR) hervor, der zum Jahresende 1,25 Milliarden US-Dollar erreichte – ein Plus von 127 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Zudem konnte die aktive Stromkapazität schneller als geplant auf 170 Megawatt gesteigert werden.
Aggressiver Ausbauplan
Für 2026 setzt sich das Management ehrgeizige Ziele: Der ARR soll auf 7 bis 9 Milliarden US-Dollar klettern, bei einem geplanten Jahresumsatz von bis zu 3,4 Milliarden US-Dollar. Um dies zu erreichen, wird die Kapazität massiv ausgebaut. Die Zahl der Rechenzentren soll bis Jahresende von sieben auf 16 steigen, was Investitionen von bis zu 20 Milliarden US-Dollar erfordert.
Nebius befindet sich damit in einer entscheidenden Phase der Skalierung. Die Kombination aus massiven Hyperscaler-Verträgen und dem Ausbau der Software-Sparte steht hohen Kapitalbindungskosten gegenüber. Ob der aggressive Wachstumskurs die Profitabilitätsschwelle näherbringt, werden Anleger spätestens am 29. April 2026 erfahren, wenn das Unternehmen die nächsten Quartalszahlen vorlegt.
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