Der europäische Automarkt startet 2026 mit Gegenwind – und ausgerechnet bei den Antrieben verschiebt sich das Kräfteverhältnis spürbar. Die frischen ACEA-Zahlen für Januar zeigen: Der Rückgang trifft viele Hersteller, doch das eigentliche Signal liegt im Absturz der Verbrenner und der wachsenden Bedeutung elektrifizierter Modelle. Was heißt das für BMW in einem Markt, der sich gerade neu sortiert?

ACEA-Zahlen: Markt schwächer, BMW unter Branchenschnitt

Laut Daten des Branchenverbands ACEA (veröffentlicht am 24. Februar) schrumpfte der Pkw-Gesamtmarkt in Europa (EU, EFTA und Großbritannien) im Januar 2026 um 3,5%. In der EU allein lag das Minus bei 3,9% gegenüber dem Vorjahresmonat.

BMW musste in Europa einen Rückgang der Neuzulassungen um 5,7% hinnehmen. Damit entwickelte sich der Konzern etwas schwächer als der Gesamtmarkt. Allerdings ist das kein Sonderfall: Auch andere große Hersteller meldeten rückläufige Zahlen, etwa Volkswagen (-3,8%), Toyota (-13,4%) und Renault (-15%).

Am Aktienmarkt spiegelt sich diese verhaltene Lage in einer eher zähen Entwicklung: Die BMW Aktie notiert heute bei 88,12 Euro und liegt damit in den vergangenen sieben Tagen 3,57% im Minus.

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Verbrenner verlieren Tempo – Elektro gewinnt Marktanteile

Der auffälligste Teil der ACEA-Statistik steckt in der Antriebsfrage. Benziner verloren in der EU im Januar 2026 kräftig an Boden: Die Zulassungen fielen um 28,2%, der Marktanteil sank binnen eines Jahres von 29,5% auf 22%. Besonders deutlich war der Einbruch in Frankreich (-48,9%) und Deutschland (-29,9%). Diesel setzte seinen Abwärtstrend mit -22,3% fort und kommt EU-weit nur noch auf 8,1% Marktanteil.

Gegenläufig entwickelte sich die Elektromobilität. Batterieelektrische Fahrzeuge (BEV) erreichten in der EU einen Marktanteil von 19,3%; absolut wurden 154.230 neue BEVs registriert. In den großen Märkten zeigte sich ein gemischtes Bild: Frankreich (+52,1%) und Deutschland (+23,8%) wuchsen stark, während die Niederlande und Belgien Rückgänge meldeten. Hybride (HEV) stellten 38,6% des EU-Marktes, Plug-in-Hybride (PHEV) kamen auf 9,8%.

Wettbewerb nimmt zu – BYD wächst rasant

Neben dem Technologiewechsel verschärft sich der Konkurrenzdruck. Laut ACEA legte der chinesische Hersteller BYD im Januar 2026 bei den Zulassungen in Europa um 165% zu. Zusätzlich bleiben handelspolitische Rahmenbedingungen und Zoll-Diskussionen ein Faktor, der das Umfeld für europäische Autobauer prägt.

Unterm Strich liefern die Januar-Zahlen ein klares Bild: Der Markt schwächelt, während sich die Nachfrage immer stärker in Richtung elektrifizierter Antriebe verschiebt. Für BMW steht damit weiter im Vordergrund, die eigene Elektrifizierungsstrategie so umzusetzen, dass die Position in einem härteren, internationaleren Wettbewerbsfeld stabil bleibt.

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