Nebius Aktie: Unveränderte Lageberichte
Nebius wächst rasant – doch der Preis dafür wird immer sichtbarer. Im vierten Quartal legte der KI-Cloud-Anbieter beim Umsatz um ein Vielfaches zu, gleichzeitig schoss der Investitionsbedarf für neue Infrastruktur nach oben. Genau dieses Spannungsfeld sorgte nach den Zahlen für starke Ausschläge in der Aktie.
Wichtige Punkte aus dem Quartal:
- Umsatz steigt auf 227,7 Mio. US-Dollar (+547%), liegt aber unter den Erwartungen von rund 246 Mio. US-Dollar
- Nettoverlust weitet sich auf 249,6 Mio. US-Dollar aus
- Quartals-Capex springt auf rund 2,1 Mrd. US-Dollar (+392%)
- Ausblick: annualisierte Umsatz-Run-Rate von 7–9 Mrd. US-Dollar bis Ende 2026
Umsatzschub – aber nicht ganz wie erhofft
Im Schlussquartal 2025 meldete Nebius 227,7 Mio. US-Dollar Umsatz, nach 35,2 Mio. US-Dollar ein Jahr zuvor. Das Wachstum ist damit außergewöhnlich hoch, verfehlte aber die Analystenschätzungen von etwa 246 Mio. US-Dollar (LSEG).
Auf Jahressicht kam der Konzern 2025 auf 529,8 Mio. US-Dollar Umsatz (2024: 91,5 Mio. US-Dollar). Zudem ging das Unternehmen mit einer annualisierten Umsatz-Run-Rate von 1,25 Mrd. US-Dollar aus dem Jahr.
Warum reagierten Anleger trotz dieses Tempos nervös? Weil die Kostenkurve beim Ausbau der Plattform noch steiler verläuft als die Umsatzkurve.
Milliarden für Rechenzentren drücken die Bilanz
Der Nettoverlust aus fortgeführten Aktivitäten stieg im Quartal auf 249,6 Mio. US-Dollar, nach 122,9 Mio. US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Als Treiber nannte das Unternehmen höhere Abschreibungen sowie steigende operative Kosten – beides Folgen des beschleunigten Infrastrukturaufbaus.
Der auffälligste Wert im Bericht waren die Investitionen (Capex): Im Quartal flossen rund 2,1 Mrd. US-Dollar (Vorjahr: 416 Mio. US-Dollar). Im Gesamtjahr 2025 summierte sich der Capex auf 4,07 Mrd. US-Dollar, nach 807,5 Mio. US-Dollar 2024.
Laut Aktionärsbrief von CEO Arkady Volozh half das Investitionsprogramm, sich mehr als 2 Gigawatt vertraglich gesicherte Stromkapazität zu sichern – mehr als zuvor erwartet. Bis Ende 2026 peilt Nebius nun mehr als 3 GW an (zuvor: über 2,5 GW). Parallel soll das Rechenzentrumsnetz mit neun neuen Standorten in den USA, Frankreich, Israel und Großbritannien wachsen; ein Projekt ist ein 240-Megawatt-Standort nahe Lille.
Ausblick und Zukauf vor den Zahlen
Für Ende 2026 stellte das Management eine annualisierte Umsatz-Run-Rate von 7 bis 9 Mrd. US-Dollar in Aussicht. Als Grundlage nennt Nebius eine starke Nachfrage von Hyperscalern und Unternehmenskunden.
Kurz vor der Ergebnisveröffentlichung kündigte Nebius zudem die geplante Übernahme von Tavily an. Tavily liefert „agentic search“-Technologie und soll Echtzeit-Suchinfrastruktur in die KI-Cloud-Plattform bringen. Das Team um Gründer und CEO Rotem Weiss soll zu Nebius wechseln und das Produkt unter der Marke Tavily weiterentwickeln.
Am Markt zeigte sich nach den Zahlen ein gemischtes Bild: Die Aktie schloss gestern bei 89,73 US-Dollar (+1,26%), schwankte intraday aber deutlich zwischen 79,69 und 90,74 US-Dollar. Das Handelsvolumen lag mit rund 25,5 Mio. Aktien klar über dem üblichen Tagesniveau von etwa 15 Mio..
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