Nach acht Quartalen mit schwarzen Zahlen rutscht die größte US-Kryptobörse überraschend zurück in die Verlustzone. Belastet durch hohe Abschreibungen und ein schwächelndes Privatkundengeschäft enttäuschte das Unternehmen die Erwartungen der Wall Street deutlich. Anleger fragen sich nun: Ist das nur ein temporärer Rücksetzer oder ein fundamentaler Trendwechsel?

Rote Zahlen und verfehlte Umsatzziele

Das vierte Quartal 2025 endete für Coinbase mit einem Nettoverlust von 667 Millionen US-Dollar. Analysten hatten im Vorfeld fest mit einer Fortsetzung der Profitabilität gerechnet. Der Umsatz lag mit 1,78 Milliarden US-Dollar unter den Prognosen von 1,83 Milliarden US-Dollar und fiel im Jahresvergleich um rund 20 Prozent.

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Verantwortlich für den tiefroten Abschluss waren primär nicht-operative Faktoren. Das Unternehmen musste eine Abschreibung in Höhe von 718 Millionen US-Dollar auf das eigene Krypto-Portfolio vornehmen, begleitet von weiteren 395 Millionen US-Dollar Verlust aus strategischen Aktienbeteiligungen. Doch auch operativ stotterte der Motor: Die Transaktionseinnahmen verfehlten mit 982,7 Millionen US-Dollar die Milliarden-Marke. Besonders das Geschäft mit Privatkunden brach um über 45 Prozent ein, was die derzeitige Zurückhaltung der Anleger widerspiegelt. Einziger Lichtblick blieb das Segment „Subscription and Services“, das dank rekordhoher Stablecoin-Erlöse auf 727,4 Millionen US-Dollar wuchs.

Reihenweise Abstufungen

Die Reaktion der Finanzhäuser am heutigen Freitag fiel eindeutig aus. Angesichts der verfehlten Zahlen und des trüben Marktumfelds strichen mehrere Analysten ihre Kursziele zusammen:

  • JPMorgan senkte das Ziel drastisch von 399 auf 290 US-Dollar.
  • Citigroup reduzierte ihre Erwartung von 505 auf 400 US-Dollar.
  • Cantor Fitzgerald korrigierte das Ziel auf 221 US-Dollar nach unten.
  • Monness, Crespi, Hardt stufte die Aktie herab und sieht den fairen Wert nun bei lediglich 120 US-Dollar.

Solide Bilanz trotz Gegenwind

Trotz der aktuellen Schwierigkeiten verweist das Management auf ein starkes Gesamtjahr 2025, in dem das Handelsvolumen um 156 Prozent auf 5,2 Billionen US-Dollar stieg. Die Bilanz bleibt mit 11,3 Milliarden US-Dollar an liquiden Mitteln robust. Zudem wurden bis Anfang Februar Aktien im Wert von 1,7 Milliarden US-Dollar zurückgekauft, obwohl CEO Brian Armstrong im vergangenen Jahr selbst Anteile im Wert von über 500 Millionen US-Dollar veräußerte.

Für das laufende erste Quartal 2026 stellt Coinbase Einnahmen aus Abos und Services zwischen 550 und 630 Millionen US-Dollar in Aussicht. Die Aktie, die gestern fast 8 Prozent verlor und im laufenden Jahr bereits rund 40 Prozent im Minus liegt, steht angesichts sinkender Bitcoin-Kurse und technischer Störungen vor einer Bewährungsprobe. Entscheidend für eine Bodenbildung dürfte nun sein, ob sich die Transaktionseinnahmen im ersten Quartal stabilisieren können.

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