Der KI-Infrastruktur-Spezialist steht aktuell im Zentrum einer massiven Neubewertung an der Wall Street. Auslöser ist ein gigantischer Auftrag von Microsoft und eine drastische Anhebung der Kapazitätsplanung, die den Kurs in die Höhe trieben. Doch rechtfertigen diese Nachrichten die aktuelle Euphorie oder ist die Bewertung bereits zu weit vorgelaufen?

Gigantische Cloud-Verträge

Treibkraft der jüngsten Kursrallye ist eine konkrete Zahl: 19,4 Milliarden Dollar. Marktdaten zufolge hat sich Microsoft einen Fünfjahresvertrag in dieser Größenordnung gesichert, um auf die GPU-as-a-Service-Angebote von Nebius zuzugreifen. Zusätzlich soll Meta Platforms Verpflichtungen im Wert von rund 3 Milliarden Dollar eingegangen sein.

Diese Vereinbarungen bestätigen die strategische Neuausrichtung des Unternehmens. Nach der Abspaltung der russischen Vermögenswerte positioniert sich Nebius nun erfolgreich als reiner Anbieter von KI-Infrastruktur. Die Aufträge der Tech-Giganten beweisen, dass die Hardware und die Rechenzentren des Konzerns den höchsten Ansprüchen genügen.

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Aggressive Expansion

Das Management reagiert sofort auf die enorme Nachfrage und passt die operativen Ziele deutlich nach oben an. Die Prognose für die Stromkapazität im Jahr 2026 wurde von ursprünglich 1 Gigawatt (GW) auf 2,5 GW mehr als verdoppelt. Diese Energie ist notwendig, um die Hochleistungs-Cluster für das Training großer Sprachmodelle zu betreiben.

Auch technologisch will Nebius die Führung behalten. Berichten zufolge sichert sich das Unternehmen frühzeitig Zugriff auf Nvidias kommende Rubin-Plattform, den Nachfolger der Blackwell-Serie. Dieser Schritt soll den Vorsprung gegenüber anderen spezialisierten Cloud-Anbietern sichern.

Analysten heben Ziele an

Die Finanzwelt reagiert prompt auf die Wachstumsperspektiven. Nachdem die Aktie am vergangenen Freitag bereits um über 16 Prozent und gestern um weitere 7,9 Prozent zulegte, passen Analysten ihre Modelle an:
* Northland Securities erhöhte das Kursziel auf 211 Dollar.
* Freedom Capital stufte das Papier auf "Strong Buy" hoch.
* Wedbush sieht in Nebius aufgrund der strategischen Assets sogar ein potenzielles Übernahmeziel.

Trotz der positiven Stimmung bleibt die Volatilität hoch. Nach dem Schlusskurs nahe 93 Dollar am Montag schwanken die Notierungen im heutigen Handel, da erste Anleger Gewinne mitnehmen. Der Fokus richtet sich nun vollständig auf den Quartalsbericht, der noch in dieser Woche erwartet wird und die finanzielle Untermauerung der Expansionspläne liefern muss.

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