Ethereum: Überraschende Strategiewechsel
Während der Ethereum-Kurs seit Jahresbeginn deutlich unter Druck steht, treiben Entwickler und Unternehmen die fundamentale Infrastruktur massiv voran. Der Neobroker Robinhood startete diese Woche das öffentliche Testnetz für seine eigene Blockchain, während der wichtige Namensdienst ENS Labs zeitgleich mit einer strategischen Absage an Layer-2-Pläne für Aufsehen sorgte. Diese Entwicklungen zeigen, dass das Netzwerk technisch skaliert, auch wenn der Marktpreis dies aktuell noch nicht widerspiegelt.
Robinhood drängt in den DeFi-Sektor
Robinhood hat den Startschuss für das öffentliche Testnetz seiner "Robinhood Chain" gegeben. Diese auf der Arbitrum-Technologie basierende Layer-2-Lösung zielt spezifisch darauf ab, tokenisierte reale Vermögenswerte (Real World Assets) und Aktien-Token in das breitere DeFi-Ökosystem zu integrieren.
Johann Kerbrat, General Manager für Krypto bei Robinhood, bezeichnete diesen Schritt als Fundament für die Zukunft tokenisierter Assets. Entwickler sollen dadurch direkten Zugang zur Liquidität innerhalb des Ethereum-Ökosystems erhalten. Um die Entwicklung anzukurbeln, stellt das Unternehmen eine Million US-Dollar für das "Arbitrum Open House"-Programm bereit. Namhafte Infrastruktur-Partner wie Chainlink, Alchemy und LayerZero sind bereits in der Testphase integriert.
ENS setzt wieder auf das Mainnet
In einer bemerkenswerten Wendung gab ENS Labs bekannt, die Pläne für eine eigene Layer-2-Lösung namens "Namechain" zu verwerfen. Stattdessen wird die nächste Version des Namensdienstes (ENSv2) exklusiv auf dem Ethereum-Mainnet bereitgestellt.
Der Grund für diese Entscheidung liegt in der unerwartet positiven Skalierung der Haupt-Blockchain. Laut ENS-Mitgründer Nick Johnson sind die Registrierungskosten ("Gas Costs") im vergangenen Jahr um 99 Prozent gesunken, begünstigt durch die Anhebung des Gas-Limits im Jahr 2025. Diese Entwicklung stellt die gängige Annahme infrage, dass Anwendungen zwingend auf Layer-2-Ebenen ausweichen müssen, um kosteneffizient zu arbeiten.
Technische Fortschritte und Marktschwäche
Parallel dazu treibt die Ethereum Foundation tiefgreifende architektonische Änderungen voran. Ein neues Konzept (L1-zkEVM) soll es Validatoren ermöglichen, Blöcke durch kryptographische Beweise zu verifizieren, anstatt jede Transaktion neu auszuführen. Dies würde die Effizienz des Netzwerks weiter steigern.
Trotz dieser fundamentalen Fortschritte zeigt sich der Markt skeptisch. Ethereum notiert aktuell bei rund 2.031 US-Dollar und verzeichnet seit Jahresanfang ein Minus von über 32 Prozent. Ein wesentlicher Belastungsfaktor ist der Rückgang des institutionellen Interesses: Das verwaltete Vermögen in Ethereum-ETFs ist laut Standard Chartered von einem Hoch bei 23 Milliarden US-Dollar im August 2025 auf zuletzt etwa 13 Milliarden US-Dollar gefallen.
Das Jahr 2026 entwickelt sich somit zu einer Richtungsentscheidung für die Plattform: Während Institutionen wie Robinhood die Infrastruktur ausbauen und technische Upgrades die Skalierbarkeit verbessern, muss der Markt erst noch das Vertrauen zurückgewinnen, um diese fundamentale Stärke auch im Kurs abzubilden.
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