Nebius Aktie: Zuversicht schwindet?
Der KI-Cloud-Spezialist wächst rasant, doch der Preis für die Expansion ist hoch. Während sich der Umsatz im vierten Quartal mehr als verfünffachte, verfehlte das Unternehmen dennoch die Analystenerwartungen. Gleichzeitig sorgten explodierende Ausgaben für die Infrastruktur für Nervosität unter den Anlegern.
Umsatzsprung verfehlt Prognosen
Nebius meldete für das abgelaufene Quartal einen Umsatz von 227,7 Millionen Dollar. Dies entspricht einer massiven Steigerung von 547 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Trotz dieser beeindruckenden Wachstumsrate lagen die Erlöse unter den Markterwartungen, die laut Reuters bei etwa 246 Millionen Dollar angesiedelt waren.
Auf Jahressicht summierten sich die Einnahmen für 2025 auf 529,8 Millionen Dollar, was einem Anstieg von 479 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Doch das aggressive Wachstum fordert seinen Tribut bei der Profitabilität. Der Nettoverlust weitete sich im vierten Quartal auf 249,6 Millionen Dollar aus (Vorjahr: 122,9 Millionen Dollar). Verantwortlich hierfür waren vor allem gestiegene Betriebskosten und Abschreibungen, die im Zuge des Infrastrukturausbaus sprunghaft anstiegen.
Investitionen schocken Anleger
Das Hauptaugenmerk der Marktteilnehmer lag auf den massiven Kapitalausgaben (Capex). Diese kletterten im vierten Quartal auf rund 2,1 Milliarden Dollar – ein drastischer Anstieg gegenüber den 416 Millionen Dollar im Vorjahresquartal. Das Unternehmen investiert aggressiv in KI-Prozessoren und den Bau neuer Rechenzentren, um die technische Basis für zukünftiges Wachstum zu legen.
Nebius plant die Erweiterung seiner Kapazitäten mit neun neuen Standorten, unter anderem in den USA, Frankreich und Großbritannien. Das Management erhöhte zudem die Prognose für die vertraglich gesicherte Leistung bis Ende 2026 auf über 3 Gigawatt. Zuvor war man von 2,5 Gigawatt ausgegangen.
Ausblick und Strategie
CEO Arkady Volozh betonte in einem Aktionärsbrief, dass die Nachfrage von Großunternehmen und KI-Kunden das Angebot weiterhin übersteige. Dies ermögliche es Nebius, künftige Kapazitäten bereits weit im Voraus zu verkaufen. Für Ende 2026 stellt das Unternehmen eine annualisierte Umsatzrate (Run-Rate) von 7 bis 9 Milliarden Dollar in Aussicht. Strategisch untermauert wird dieser Kurs durch die am 10. Februar angekündigte Übernahme des Suchanbieters Tavily, um die Kompetenzen im Bereich der "Agentic AI" zu stärken.
Die Aktie reagierte volatil auf die Zahlen und schloss gestern bei 89,73 Dollar, ein Minus von rund 2 Prozent. Das überdurchschnittlich hohe Handelsvolumen unterstreicht die aktuelle Unsicherheit der Investoren, die nun abwägen müssen, ob die langfristige Wachstumsstory die immensen kurzfristigen Kosten rechtfertigt.
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