VW Aktie: Ungewohnte Herausforderungen!
Volkswagen verschärft den Sparkurs. Der Konzern will bis Ende 2028 die Kosten um ein Fünftel drücken – über alle Marken hinweg. Was auf den ersten Blick nach nüchterner Haushaltsführung klingt, offenbart bei genauerer Betrachtung das Ausmaß der Herausforderungen, vor denen der Wolfsburger Autobauer steht.
Die Eckdaten des Sparplans:
- Kostenreduktion: 20 Prozent bis Ende 2028
- Stellenabbau: 35.000 Jobs in Deutschland bis 2030
- Einsparung Kernmarke: 1 Milliarde Euro geplant
- Bisherige Erfolge: Zweistelliger Milliarden-Euro-Betrag seit Programmstart vor drei Jahren
Dreifachbelastung zwingt zum Handeln
Der Kostendruck kommt nicht aus dem Nichts. Volkswagen kämpft an mehreren Fronten gleichzeitig: In China tobt ein gnadenloser Preiskrieg mit lokalen Herstellern, die zunehmend technologisch aufholen. Die US-Zölle belasten zusätzlich. Gleichzeitig fressen hohe Ausgaben für Softwareentwicklung und die parallele Fertigung von Verbrennern und E-Autos Ressourcen.
CEO Oliver Blume und Finanzchef Arno Antlitz stellten das Programm laut Manager Magazin bereits Mitte Januar bei einem internen Führungstreffen in Berlin vor. Ein Unternehmenssprecher bestätigte, dass der Konzern mit den bisherigen Sparmaßnahmen geopolitische Gegenwinde wie die US-Zölle ausgleichen konnte.
Betriebsrat pocht auf Garantien
Betriebsratschefin Daniela Cavallo verwies auf die Ende 2024 geschlossene Vereinbarung zwischen Arbeitnehmervertretung und Volkswagen AG. Diese schließt Werksschließungen und betriebsbedingte Kündigungen explizit aus. Dennoch blieb beim internen Treffen laut Manager Magazin unklar, wo genau gespart werden soll und wie die Marken enger zusammenarbeiten können.
Die Kernmarke VW hatte im Januar bereits angekündigt, Managementpositionen abzubauen und die Produktionsplattform zu konsolidieren. Allein daraus sollen über eine Milliarde Euro eingespart werden.
Keine Einzelkämpfer-Situation
Volkswagen steht nicht allein unter Druck. Mercedes-Benz verkündete vergangene Woche eine "kompromisslose Kostendisziplin", nachdem die Gewinnmarge in der Autosparte weiter sinken könnte. Die gesamte europäische Automobilindustrie sucht nach Wegen, um im verschärften globalen Wettbewerb profitabel zu bleiben.
Am 10. März dürfte CEO Blume auf der Jahrespressekonferenz weitere Details zum Kostenprogramm nennen. Dann präsentiert der Konzern auch die vollständigen Geschäftszahlen für 2025 und den Ausblick aufs laufende Jahr.
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