Ein Umsatzsprung von über 500 Prozent und der erste operative Gewinn: Nebius meldet sich eindrucksvoll zurück. Während die Aktie zweistellig zulegt, stellen sich Anleger angesichts immenser Investitionskosten die Frage: Kann das KI-Infrastruktur-Unternehmen dieses Tempo angesichts der geplanten Milliarden-Ausgaben profitabel halten?

Zahlen explodieren nach oben

Die Finanzergebnisse für das vierte Quartal 2025 offenbaren eine aggressive Expansionsstrategie. Der Umsatz schoss im Jahresvergleich um spektakuläre 547 Prozent auf 227,7 Millionen US-Dollar nach oben. Gleichzeitig erreichte das Unternehmen mit einem bereinigten EBITDA von 15 Millionen Dollar erstmals die Gewinnschwelle im operativen Geschäft – ein wichtiger Meilenstein für die Profitabilität.

Doch diese Expansion fordert ihren Preis. Unter dem Strich steht ein Nettoverlust von 249,6 Millionen Dollar. Verantwortlich dafür sind massive Investitionen in die technologische Basis: Allein im abgelaufenen Quartal flossen 2,1 Milliarden Dollar in den Ausbau der Infrastruktur, insbesondere in die Sicherung von Nvidias H200- und Blackwell-GPUs.

Ehrgeizige Prognose für 2026

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Das Management hält das Tempo hoch und prognostiziert für das laufende Jahr einen Umsatz zwischen 3 und 3,4 Milliarden Dollar. Bis Ende 2026 soll die jährliche wiederkehrende Umsatzrate (ARR) auf 7 bis 9 Milliarden Dollar steigen. Über die Hälfte dieser Kapazitäten ist bereits durch langfristige Verträge abgesichert, wobei Partnerschaften mit Tech-Giganten wie Microsoft und Meta als treibende Kräfte fungieren. Ein 17,4 Milliarden Dollar schweres Infrastruktur-Commitment von Microsoft bildet dabei das Rückgrat der Auftragsbücher.

Strategische Zukäufe

Zusätzliche Fantasie weckt die am 10. Februar verkündete Übernahme des Suchanbieters Tavily. Der Zukauf soll die eigene Plattform im Bereich der KI-Agenten stärken und Echtzeit-Suchfunktionen integrieren. Der Markt reagierte euphorisch auf das Gesamtpaket: Die Aktie kletterte in der vergangenen Woche um 14 Prozent und notierte zuletzt bei 98,01 Dollar. Analysten bleiben trotz der hohen Bewertung optimistisch und sehen das Kursziel im Durchschnitt bei 152 Dollar.

Für Anleger liegt der Fokus nun auf der Umsetzung der ambitionierten Investitionspläne. Mit geplanten Kapitalausgaben zwischen 16 und 20 Milliarden Dollar im Jahr 2026 geht Nebius voll ins Risiko. Der weitere Kursverlauf wird maßgeblich davon abhängen, ob das Unternehmen die hohe Nachfrage effizient skalieren kann, ohne die Bilanz zu überdehnen.

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