Die Aktie von Nebius Group hat nach turbulenten Handelstagen wieder deutlich zugelegt. Nach einem zwischenzeitlichen Minus von 20 Prozent sprang der Kurs um rund 14 Prozent nach oben – Auslöser waren die Zahlen zum vierten Quartal 2025. Der AI-Cloud-Anbieter wächst rasant, verbrennt aber weiterhin Geld.

Die wichtigsten Fakten:
- Umsatz im Q4 um 547 Prozent auf 227,7 Millionen Dollar gestiegen
- Nettoverlust hat sich auf 249,6 Millionen Dollar mehr als verdoppelt
- Investitionen in Rechenzentren und GPUs erreichten 2,1 Milliarden Dollar
- Jährliche Umsatzrate soll 2026 auf bis zu 9 Milliarden Dollar klettern

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Explosives Wachstum trifft auf Skepsis

Das Unternehmen steigerte seinen Quartalsumsatz auf 227,7 Millionen Dollar – eine Verfünffachung gegenüber dem Vorjahr. Für das Gesamtjahr 2025 meldete Nebius Erlöse von 529,8 Millionen Dollar, ein Plus von 479 Prozent. Erstmals erreichte der Konzern ein positives bereinigtes EBITDA von 15 Millionen Dollar im Schlussquartal, nachdem im Vorjahresquartal noch ein Minus von 63,9 Millionen Dollar zu Buche stand.

Die Kehrseite: Der Umsatz verfehlte die Analystenerwartungen von etwa 246 Millionen Dollar. Zudem weitete sich der Nettoverlust auf 249,6 Millionen Dollar aus, verglichen mit 122,9 Millionen Dollar im Vorjahr. Grund sind die massiv gestiegenen Abschreibungen und Betriebskosten durch den aggressiven Infrastrukturausbau.

Milliarden-Offensive bei Rechenzentren

Die Investitionen explodierten im vierten Quartal auf rund 2,1 Milliarden Dollar – mehr als fünfmal so viel wie im Vorjahresquartal mit 416 Millionen Dollar. Das Geld fließt primär in GPU-Käufe und den Ausbau von Rechenzentren, um die steigende Nachfrage von Großkunden und Hyperscalern zu bedienen.

Nebius kündigte neun neue Standorte in den USA, Frankreich, Israel und Großbritannien an. Das Unternehmen betreibt bereits ein 240-Megawatt-Rechenzentrum nahe Lille. Die vertraglich gesicherte Stromkapazität übertraf mit mehr als zwei Gigawatt bereits die eigenen Prognosen. Bis Ende 2026 sollen es über drei Gigawatt werden.

Hohe Erwartungen für 2026

Nebius erreichte zum Jahresende 2025 eine jährliche Umsatzrate von 1,25 Milliarden Dollar und übertraf damit die eigene Prognose von bis zu 1,1 Milliarden Dollar. Für Ende 2026 peilt das Management nun eine Umsatzrate zwischen sieben und neun Milliarden Dollar an.

Strategische Partnerschaften mit Microsoft und Meta treiben das Wachstum voran. Anfang Februar gab Nebius zudem die Übernahme von Tavily bekannt, einem Anbieter für agentenbasierte Suche. Der Deal soll in wenigen Wochen abgeschlossen werden und die KI-Plattform des Unternehmens erweitern.

Markt bleibt gespalten

Die Aktie reagierte zunächst mit einem Minus von etwa zwei Prozent auf die Quartalszahlen. Investoren störten sich an den hohen Ausgaben und dem verfehlten Umsatzziel. Doch die starke Jahresprognose und die Kapazitätserweiterungen sorgten für eine schnelle Erholung. Der Titel hat sich über das vergangene Jahr mehr als verdreifacht, die Marktkapitalisierung liegt bei rund 25 Milliarden Dollar.

Das Management stellte klar, dass die Kosten kurzfristig hoch bleiben werden. Die Investitionen sollen künftige Verträge und Kapazitätswachstum sichern. Am 12. Februar 2026 veröffentlichte das Unternehmen die offiziellen Ergebnisse.

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