Rekordgewinn hin oder her: Entscheidend ist, was am Ende bei den Aktionären ankommt. Bei der Münchener Rück sind es gleich zwei klare Signale – eine deutlich höhere Dividende als erwartet und ein neues milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm. Kann der Konzern diese Großzügigkeit trotz spürbarem Preisdruck in der Schadenrückversicherung durchhalten?

Rekordjahr – aber Gegenwind im Detail

2025 hat Munich Re das eigene Gewinnziel übertroffen und mit 6,12 Mrd. Euro einen neuen Rekord beim Konzernergebnis erzielt. Im Schlussquartal zeigte sich allerdings, dass das Umfeld rauer wird: Der Nettogewinn lag bei 945 Mio. Euro und damit spürbar unter dem Vorjahreswert. Als Belastungsfaktor nannte das Unternehmen vor allem den schwachen US-Dollar.

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Mit dem Ergebnis hat der Rückversicherer zugleich sein Strategieprogramm „Ambition 2025“ abgeschlossen. Die Ziele seien erreicht oder übertroffen worden – ein wichtiger Punkt, weil Kapitalmarkt und Ratingagenturen hier besonders genau hinsehen.

Dividende über Konsens, Rückkauf mit Zeitplan

Das auffälligste Kapitalmarkt-Signal kam über die Ausschüttung: Der Vorstand will der Hauptversammlung für 2025 eine Dividende von 24,00 Euro je Aktie vorschlagen – deutlich über dem im Quelltext genannten Konsens von 21,86 Euro. Final entscheiden Aufsichtsrat und Hauptversammlung.

Zusätzlich hat Munich Re ein neues Aktienrückkaufprogramm über bis zu 2,25 Mrd. Euro beschlossen. Start ist am 29. April 2026, spätestens bis zur ordentlichen Hauptversammlung am 29. April 2027 soll es abgeschlossen sein. In Summe beläuft sich die avisierte Kapitalrückführung laut Quelltext damit auf rund 5,3 Mrd. Euro.

Preisdruck: Weniger Volumen, klare Kante beim Underwriting

Die Erneuerungsrunde zum 1. Januar 2026 brachte den Wendepunkt, den viele in der Branche spüren: Das geschriebene Volumen sank auf 13,7 Mrd. Euro (−7,8%). Laut Unternehmen war das eine bewusste Entscheidung, weil Geschäft nicht verlängert oder neu gezeichnet wurde, wenn Rendite oder Bedingungen nicht passten.

Gleichzeitig gab es beim Preisniveau einen Dämpfer: Die Preise sanken um 2,5%. Höhere Schadenerwartungen in einzelnen Bereichen – unter anderem getrieben durch Inflation und Schaden-Trends – seien dadurch weitgehend kompensiert worden.

Ausblick 2026: Gewinn soll weiter steigen

Für 2026 plant Munich Re ein IFRS-Nettoergebnis von 6,3 Mrd. Euro. Grundlage sei eine weiterhin gute operative Entwicklung über alle Bereiche hinweg. Als Ziele nannte der Konzern außerdem Versicherungserlöse von 64 Mrd. Euro sowie eine Kapitalanlagerendite von über 3,5%.

Beim Blick in die Segmente setzt das Management auf Fortschritte auch außerhalb der klassischen Schaden-Rückversicherung: Der Gewinn des Rückversicherungsgeschäftsbereichs soll von 5,2 auf 5,4 Mrd. Euro steigen, ERGO wird mit rund 900 Mio. Euro erwartet. Profitabilitätsseitig peilt Munich Re eine Combined Ratio von 80% in der Schaden-Rückversicherung und 90% in der Global Specialty Insurance an.

An der Börse zeigt sich der Titel zuletzt stabiler: Am Freitag schloss die Aktie bei 553,60 Euro und liegt damit rund 9% unter dem 52‑Wochen‑Hoch, aber gut 9% über dem 52‑Wochen‑Tief. Der Geschäftsbericht 2025 soll laut Quelltext am 18. März 2026 folgen – dort dürfte sich zeigen, wie belastbar die Ziele für 2026 im Detail unterlegt sind.

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