Münchener Rück Aktie: Marktrelevante Tätigkeiten
Der Rückversicherer hat 2025 seinen Gewinn auf über 6,1 Milliarden Euro gesteigert – ein Plus von gut sieben Prozent und damit über dem eigenen Ziel. Doch die Börse reagierte heute mit Kursverlusten von zeitweise vier Prozent, die sich im Tagesverlauf auf unter zwei Prozent reduzierten. Der Grund: Analysten hatten noch mehr erwartet, und die Preise im wichtigen Schaden- und Unfallgeschäft geben nach.
Vertragserneuerung bringt Preisrückgang
Bei der entscheidenden Vertragserneuerung Anfang 2026 musste Münchener Rück einen Preisrückgang von zweieinhalb Prozent hinnehmen – bereinigt um Inflation und veränderte Risiken. Besonders deutlich fiel der Rückgang bei der Rückversicherung von Naturkatastrophen-Schäden aus: minus sechs Prozent. Um keine unrentablen Verträge einzugehen, verzichtete der Konzern auf Geschäft. Das erneuerte Prämienvolumen schrumpfte um fast acht Prozent auf 13,7 Milliarden Euro.
Konzernchef Christoph Jurecka sprach dennoch von "robusten und gesunden Margen" in den erneuerten Verträgen. Der Preisrückgang war erwartet worden – auch Hannover Rück und Ratingagenturen hatten in den vergangenen Wochen von entsprechenden Entwicklungen berichtet.
Waldbrände in Los Angeles als Belastung
Die verheerenden Feuer in Kalifornien im Januar 2025 wurden zur teuersten Waldbrandkatastrophe der Geschichte. Die Versicherungsbranche zahlte rund 40 Milliarden Dollar. Bei Münchener Rück schlugen die Zerstörungen mit etwa 800 Millionen Euro zu Buche. Dass keine weiteren teuren Naturkatastrophen wie schwere Hurrikans folgten, half dem Rückversicherer jedoch, sein Gewinnziel zu übertreffen.
Gewinnziel 2026 bestätigt
Trotz des Preisdrucks hält Jurecka am Gewinnziel für 2026 fest: 6,3 Milliarden Euro. Die Zuversicht begründet er mit positiven Entwicklungen in anderen Sparten. Das Lebens- und Kranken-Rückversicherungsgeschäft sowie das Direktgeschäft mit großen Industriekunden sollen den Gewinn der Rückversicherungssparte von 5,2 Milliarden auf 5,4 Milliarden Euro steigern. Von der Erstversicherungstochter Ergo erwartet der Vorstand rund 900 Millionen Euro – ähnlich viel wie 2025.
Um die Profitabilität zu sichern, will Münchener Rück bis 2030 die Kosten um rund 600 Millionen Euro senken. Im Rückversicherungsgeschäft geht es um bessere Prozesse, bei Ergo um Effizienzmaßnahmen. Die Tochter setzt verstärkt auf Künstliche Intelligenz und plant den Abbau von etwa 1.000 Arbeitsplätzen.
Dividende und Aktienrückkauf
Die Aktionäre erhalten für 2025 eine Dividende von 24 Euro je Aktie – ein Fünftel mehr als im Vorjahr. Zusätzlich plant der Konzern bis zur Hauptversammlung 2027 Aktienrückkäufe im Volumen von bis zu 2,25 Milliarden Euro. Die Münchener-Rück-Aktie notierte heute bei 548,60 Euro, ein Minus von 0,72 Prozent. Seit Jahresbeginn hat das Papier rund vier Prozent verloren. In den vergangenen drei Jahren legte es jedoch um mehr als zwei Drittel zu.
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