Microsoft Aktie: Verwirrung gestiftet?
Microsoft meldete für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2026 beeindruckende Zahlen und übertraf die Gewinnerwartungen deutlich. Dennoch reagierte der Markt mit Skepsis und schickte das Papier auf Talfahrt. Im Zentrum der Verunsicherung stehen explodierende Kosten für die KI-Infrastruktur, die die Frage aufwerfen: Wann zahlen sich die Milliarden-Investitionen wirklich aus?
Massive Ausgaben belasten
Obwohl der Technologiekonzern beim Umsatz um 17 Prozent auf 81,3 Milliarden US-Dollar zulegte und auch beim Gewinn die Prognosen der Analysten schlug, drückte ein anderer Wert die Stimmung. Die Investitionsausgaben (CapEx) kletterten im abgelaufenen Quartal auf 37,5 Milliarden US-Dollar. Das entspricht einem Anstieg von 66 Prozent gegenüber dem Vorjahr und liegt deutlich über den geschätzten 34,3 Milliarden US-Dollar.
Diese enormen Summen fließen primär in den Ausbau der Infrastruktur für künstliche Intelligenz. Finanzchefin Amy Hood betonte zwar, dass die Nachfrage das Angebot weiterhin übersteige und Investitionen daher notwendig seien. Doch Anleger sorgen sich zunehmend um die Rentabilität dieser gewaltigen Ausgabenblöcke. CEO Satya Nadella erklärte, man habe allein im letzten Quartal fast ein Gigawatt an Kapazität hinzugefügt.
Azure-Wachstum im Fokus
Ein weiterer Dämpfer kam aus der wichtigen Cloud-Sparte. Die Umsätze mit Azure und anderen Cloud-Diensten wuchsen um 39 Prozent. Das ist zwar ein starker Wert, markiert aber eine leichte Verlangsamung gegenüber den 40 Prozent des Vorquartals. In einem Marktumfeld, in dem Investoren Perfektion erwarten, reichte diese minimale Abschwächung aus, um Bedenken hinsichtlich der Wettbewerbssituation zu schüren.
Dennoch erreichte der Umsatz der Microsoft Cloud erstmals die Marke von über 50 Milliarden US-Dollar in einem Quartal. Auch die Anzahl der Nutzer für den KI-Assistenten "Microsoft 365 Copilot" stieg auf 15 Millionen bezahlte Plätze an. Dies zeigt, dass die Produkte angenommen werden, auch wenn die Monetarisierung im Verhältnis zu den Kosten kritisch beäugt wird.
Stimmung bei Tech-Werten kippt
Die Reaktion auf die Microsoft-Zahlen spiegelt eine breitere Skepsis gegenüber den großen Tech-Werten wider. Marktbeobachter registrieren eine zunehmende Zurückhaltung gegenüber den sogenannten "Magnificent Seven". Die Sorge wächst, dass die kollektiven KI-Ausgaben der Branche, die sich 2026 auf fast 700 Milliarden US-Dollar belaufen könnten, den Cashflow der Unternehmen zu stark belasten.
Die Aktie hat seit Jahresanfang bereits über 15 Prozent an Wert verloren und notiert aktuell bei rund 405 US-Dollar. Damit hat sich das Papier deutlich vom 52-Wochen-Hoch bei knapp 509 US-Dollar entfernt.
Ausblick
Für Anleger bleibt die Dividende ein kleiner Trost: Die nächste Ausschüttung von 0,91 US-Dollar je Aktie wird am 19. Februar 2026 ex-Dividende gehandelt. Der Fokus richtet sich nun auf den 28. April 2026. Dann wird Microsoft die nächsten Quartalszahlen vorlegen und muss beweisen, dass die hohen Investitionen nicht nur Kosten verursachen, sondern auch das Wachstum nachhaltig beschleunigen.
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