Microsoft Aktie: Stifel zieht Stecker
Die Microsoft-Aktie gerät weiter unter Druck. Am Donnerstag verlor der Titel 3,32 Prozent und markierte damit den tiefsten Stand seit Wochen. Der Auslöser: Die Investmentbank Stifel stufte die Aktie überraschend von "Buy" auf "Hold" herab – eine klare Ansage in Zeiten nervöser Märkte.
Die Begründung der Analysten dreht sich um Azure, Microsofts Cloud-Geschäft. Trotz Milliardeninvestitionen in künstliche Intelligenz bleibt das erhoffte Umsatzwachstum aus. Bereits in der Vorwoche hatten enttäuschende Quartalszahlen die Anleger verunsichert: Die Azure-Sparte verfehlte die Erwartungen nur knapp – doch in der aktuellen Marktlage reicht das nicht mehr.
Insider ziehen sich zurück
Die Verunsicherung an der Wall Street zeigt sich auch in einem anderen Detail: Im Januar verkauften fast 1.000 Topmanager aus rund 6.000 börsennotierten US-Unternehmen eigene Aktien. Nur 207 Insider grieften hingegen zu. Das Verhältnis von Verkäufen zu Käufen erreichte damit den höchsten Stand seit fünf Jahren. Auch wenn sich die Motive nicht eindeutig zuordnen lassen – die Zurückhaltung in den Führungsetagen fällt in eine Phase wachsender Nervosität.
Microsoft selbst hatte zuvor bereits angekündigt, die KI-Investitionen weiter hochzufahren. Doch genau das wird nun zum Problem: Investoren verlangen endlich Ergebnisse. Die Milliarden für Prozessoren, Rechenzentren und Netzwerkausrüstung müssen sich in steigenden Gewinnen niederschlagen – sonst droht weiterer Gegenwind.
KI-Wette auf dem Prüfstand
Der Markt zeigt erstmals deutliche Ermüdungserscheinungen gegenüber den Tech-Riesen. Während Google am Donnerstag mit einem Ausgabenplan von bis zu 185 Milliarden Dollar für 2026 schockierte, reagierten Anleger bei Microsoft bereits allergisch auf jede Unsicherheit. Gemeinsam mit Amazon, Google und Meta will Microsoft in diesem Jahr mehr als 500 Milliarden Dollar in KI-Infrastruktur pumpen.
Die Rechnung ist einfach: Entweder diese Investitionen zahlen sich in absehbarer Zeit aus – oder die Aktien geraten weiter unter Druck. Bei Microsoft verstärkt die Herabstufung durch Stifel genau diese Zweifel. Die Analysten sehen das Risiko, dass Azure nicht schnell genug liefert, um die hohen Erwartungen zu rechtfertigen.
Hinzu kommt eine weitere Sorge: Immer bessere KI-Tools könnten mittelfristig die Nachfrage nach traditioneller Software schmälern. Das würde ausgerechnet Microsofts Kerngeschäft treffen – ein Szenario, das in den vergangenen Tagen bereits Software-Aktien wie ServiceNow und Salesforce belastete.
Der Donnerstag endete für die gesamte Tech-Branche mit deutlichen Verlusten. Der Nasdaq Composite büßte 1,57 Prozent ein und fiel auf 22.544 Punkte. Die Volatilität an der Wall Street kletterte auf den höchsten Stand seit über zwei Monaten. Microsoft steht damit nicht allein unter Druck – aber die Aktie gehört zu den prominentesten Verlierern.
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