Microsoft Aktie: Haltung bewahren?
Microsoft hat Zahlen für das zweite Geschäftsquartal 2026 vorgelegt, die auf den ersten Blick kaum Wünsche offenlassen: Umsatz und Gewinn übertrafen die Erwartungen deutlich. Dennoch befindet sich die Aktie seit der Veröffentlichung auf Talfahrt und hat rund 14 Prozent an Wert eingebüßt. Der Grund für die Diskrepanz liegt in der Bilanzstruktur: Die massiven Kosten für den KI-Ausbau wecken Zweifel, wann sich diese gigantischen Investitionen tatsächlich rentieren.
Explodierende Kosten drücken auf die Stimmung
Trotz des operativen Erfolgs sorgen die Ausgaben für Nervosität am Markt. Allein im abgelaufenen Quartal flossen 37,5 Milliarden Dollar in Investitionen (Capex), primär für den Aufbau von KI-Infrastruktur wie Rechenzentren und Prozessoren. Diese aggressive Ausgabenpolitik hinterlässt Spuren in der Profitabilität.
Die Bruttomarge im wichtigen Cloud-Geschäft sank auf 67 Prozent. Verantwortlich hierfür sind die steigenden Kosten für den Betrieb der KI-Produkte sowie der fortlaufende Infrastrukturausbau. Zwar versucht Microsoft, durch Effizienzgewinne in der Azure-Cloud gegenzusteuern, doch die Sorge vor dauerhaft gedrückten Margen dominiert aktuell die Wahrnehmung der Anleger.
Cloud-Wachstum am Limit
Dabei läuft das Kerngeschäft fundamental stark. Der Gesamtumsatz kletterte um 17 Prozent auf 81,3 Milliarden Dollar, während der Gewinn je Aktie (GAAP) sogar um 60 Prozent auf 5,16 Dollar zulegte. Besonders die Azure-Sparte bleibt der Wachstumsmotor mit einem Plus von 39 Prozent und übertraf damit die eigene Prognose.
Das Problem ist hierbei weniger die Nachfrage, sondern das Angebot. Microsoft ist nach wie vor kapazitätsbeschränkt und kann den Bedarf an KI-Rechenleistung kaum decken. Dies erklärt auch den enormen Investitionsdruck: Um das Wachstum nicht abzuwürgen, muss der Konzern Milliarden in neue Hardware pumpen.
Das OpenAI-Klumpenrisiko
Ein Detail im Quartalsbericht sorgt für zusätzlichen Gesprächsstoff: Die Abhängigkeit von OpenAI. Die vertraglich gesicherten künftigen Einnahmen (Remaining Performance Obligation, RPO) stiegen zwar auf beeindruckende 625 Milliarden Dollar. Allerdings entfallen rund 45 Prozent dieser Summe allein auf die Partnerschaft mit dem ChatGPT-Entwickler. Eine derart hohe Konzentration auf einen einzigen Partner werten Analysten zunehmend als Risiko, sollte es bei OpenAI zu strategischen oder operativen Problemen kommen.
Für das laufende dritte Quartal stellt das Management einen Umsatz zwischen 80,65 und 81,75 Milliarden Dollar in Aussicht. Das Cloud-Wachstum soll sich stabil bei etwa 37 bis 38 Prozent einpendeln. Angesichts der anhaltenden Kapazitätsengpässe und der hohen Ausgaben wird der Fokus der Anleger in den kommenden Monaten primär auf der Entwicklung der Cloud-Margen liegen.
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