Microsoft hat mit „Copilot Tasks" einen neuen KI-Agenten präsentiert, der Alltagsaufgaben selbstständig erledigen soll – von der Abo-Verwaltung über Terminplanung bis zur Organisation kompletter Events. Die Technologie kann Locations suchen und Einladungen versenden. Noch befindet sich das Tool in der Testphase, signalisiert aber Microsofts Vorstoß in die nächste KI-Generation.

Die sogenannte „agentische KI" gilt als Evolutionssprung gegenüber den bisherigen generativen Modellen. Während aktuelle KI-Funktionen hauptsächlich Fragen beantworten und bei der Informationssuche helfen, können KI-Agenten eigenständig Aktionen ausführen – nach finaler Autorisierung durch den Nutzer, vergleichbar mit einer Überweisung.

Verbraucher zeigen sich skeptisch

Eine aktuelle Umfrage des Zahlungsdienstleisters Unzer unter 1.004 Deutschen offenbart deutliche Vorbehalte: 54 Prozent halten die Nutzung von KI-Einkaufsagenten für sich selbst für unwahrscheinlich, nur 37 Prozent zeigen sich aufgeschlossen. Besonders auffällig: 64 Prozent wollen die Kontrolle über Geldausgaben nicht abgeben und jeden Einkaufsschritt autorisieren.

Das Geschlechtergefälle ist bemerkenswert. Während 41 Prozent der Männer sich als potenzielle Nutzer sehen, sind es bei Frauen nur 32 Prozent – obwohl diese in vielen Haushalten nach wie vor den Großteil der Einkäufe erledigen. Noch drastischer fällt der Generationenunterschied aus: Bei den über 70-Jährigen glauben drei Viertel nicht an eine künftige Nutzung, bei den unter 40-Jährigen immerhin weniger als 40 Prozent.

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Wettbewerbsdruck und Japan-Ermittlungen

Parallel zu den Produktankündigungen steht Microsoft unter regulatorischem Druck. Die japanische Wettbewerbsbehörde untersucht, ob der Konzern seine marktführende Office-Software nutzt, um Kunden gezielt an die Cloud-Plattform Azure zu binden. Im Fokus stehen mögliche wettbewerbswidrige Lizenzmodelle.

Die Microsoft-Aktie geriet zudem unter Druck, nachdem Amazon eine Investition von 50 Milliarden Dollar in OpenAI ankündigte – eine der größten Einzelinvestitionen in KI-Infrastruktur. Der Titel verlor 2,3 Prozent, während die gesamte Riege der „Magnificent 7"-Technologiewerte nachgab.

Analysten von BCA Research warnen unterdessen, dass KI langfristig die Monopolmacht großer Tech-Konzerne untergraben könnte. Die Technologie bedrohe Skaleneffekte, Netzwerkvorteile und proprietäre Angebote – historisch zentrale Profittreiber. Gleichzeitig steigen die Kosten für KI-Infrastruktur massiv, während Open-Source-Tools es erschweren, Premiumpreise durchzusetzen.

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