Microsoft Aktie: Teure Zukunftswette
Microsoft verdoppelt seinen Einsatz im KI-Rennen und kündigt eine gewaltige Investitionsoffensive für Entwicklungsländer an. Doch an der Börse sorgt das kaum für Applaus – im Gegenteil. Während der Konzern Milliarden in neue Infrastruktur pumpt, wächst bei den Anlegern die Skepsis: Rechnen sich diese gigantischen Ausgaben überhaupt?
Auf dem "AI Impact Summit" in Neu-Delhi gab der Tech-Gigant am Mittwoch bekannt, bis zum Ende des Jahrzehnts rund 50 Milliarden Dollar in den Ausbau von KI-Kapazitäten im sogenannten "Globalen Süden" zu investieren. Damit zielt das Unternehmen auf Entwicklungs- und Schwellenländer ab, um sich in diesen schnell wachsenden digitalen Märkten strategisch zu positionieren. Dies folgt auf eine bereits im Vorjahr angekündigte Investition von 17,5 Milliarden Dollar in Indien.
Diskrepanz zwischen Zahlen und Kurs
Trotz dieser ambitionierten Pläne und fundamental starker Daten steht die Aktie unter Druck. Das Papier notiert aktuell bei 399,81 USD und hat seit Jahresbeginn rund 16,73 Prozent an Wert verloren. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch von gut 508 USD ist mittlerweile auf über 21 Prozent angewachsen.
Diese Schwäche verwundert auf den ersten Blick, denn operativ lieferte Microsoft im Januar Rekordwerte. Der Umsatz im zweiten Geschäftsquartal 2026 stieg um 17 Prozent auf 81,3 Milliarden Dollar, wobei die Cloud-Sparte erstmals die 50-Milliarden-Marke knackte. Das Azure-Wachstum lag mit 39 Prozent sogar über den Erwartungen. Dennoch dominiert am Markt die Vorsicht.
Die Sorge um die Rendite
Der Hauptgrund für die Zurückhaltung der Investoren liegt in den massiven Kosten. Im abgelaufenen Quartal beliefen sich die Investitionsausgaben (CapEx) auf 37,5 Milliarden Dollar. Hochgerechnet ergibt dies eine jährliche Belastung von rund 150 Milliarden Dollar. Zwar planen Konkurrenten wie Amazon und Alphabet mit noch höheren Summen, doch der Markt fordert zunehmend Beweise, dass diese Ausgabenflut auch zu nachhaltig steigenden Margen führt.
Ein weiterer Kritikpunkt ist die Risikokonzentration im Auftragsbuch. Der kommerzielle Auftragsbestand wuchs zwar beeindruckend auf 625 Milliarden Dollar, doch entfallen fast 45 Prozent davon auf Verpflichtungen gegenüber dem Partner OpenAI. Analysten sehen hierin ein Klumpenrisiko, sollte die Partnerschaft Risse bekommen oder die KI-Modelle die hohen Erwartungen nicht erfüllen.
Das Stimmungsbild der Experten ist entsprechend gemischt. Während einige Häuser wie Melius Research die Aktie auf "Hold" abstuften, halten andere an ihrer Kaufempfehlung fest. Die enorme Spannbreite der Kursziele – von 392 bis 650 Dollar – verdeutlicht die aktuelle Unsicherheit über den künftigen Kursverlauf. Entscheidend für eine Trendwende wird sein, ob Microsoft in den kommenden Quartalen aufzeigen kann, dass die Monetarisierung der KI-Dienste Schritt mit den explodierenden Kosten hält.
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