Microsoft Aktie: Regulierer drücken
Microsoft bekommt es in den USA mit schärferem Gegenwind der Aufseher zu tun. Die Federal Trade Commission (FTC) weitet ihre Kartelluntersuchung auf Cloud- und KI-Geschäft aus und sammelt dafür offenbar gezielt Informationen bei Wettbewerbern. Für Anleger kommt das in einer Phase, in der die Aktie ohnehin mit hohen Investitionen und Margenfragen ringt.
FTC nimmt Cloud- und KI-Praktiken ins Visier
Nach Berichten hat die FTC sogenannte „civil investigative demands“ an mehrere Konkurrenten verschickt, um Belege für mögliche wettbewerbswidrige Praktiken zu sichern. Im Fokus steht die Frage, ob Microsoft seine starke Stellung bei Produktivitätssoftware nutzt, um Rivalen im Cloud-Markt zu benachteiligen.
Konkret geht es um Lizenzbedingungen, die es laut den Vorwürfen teurer oder technisch schwieriger machen sollen, Microsoft-Software auf Cloud-Plattformen Dritter zu betreiben. Zusätzlich schaut die Behörde auf das Bündeln von Sicherheitssoftware und KI-Produkten – inklusive der Integration von KI-Tools wie Copilot. Dabei prüfen die Behörden, ob Kunden dadurch unzulässig stärker an das Azure-Ökosystem gebunden werden.
Der Schritt folgt auf frühere Aufmerksamkeit der britischen Wettbewerbsbehörde CMA, die sich ebenfalls mit der strategischen Marktposition großer Cloud-Anbieter befasst hatte.
Aktie unter Druck – CapEx als zweiter Bremsklotz
Die verschärfte Regulierung trifft auf ein ohnehin angespanntes Börsenumfeld für den Titel. Seit Jahresbeginn 2026 steht die Aktie deutlich unter Druck und notiert in der Nähe von 400 US-Dollar. Das sind mehr als 20% unter den Rekordständen von rund 555 US-Dollar aus Oktober 2025.
Ein zentraler Treiber der Skepsis: die stark steigenden Investitionen in Infrastruktur für KI. Im zweiten Quartal lagen die Kapitalausgaben bei 37,5 Mrd. US-Dollar und damit über den Markterwartungen. Für 2026 steht zudem eine Jahresprognose von etwa 148 Mrd. US-Dollar CapEx im Raum. Kann sich diese Investitionswelle zeitnah in stabilen Margen und messbaren Renditen auszahlen? Genau hier setzen die aktuellen Zweifel am Markt an.
In diesem Umfeld haben Stifel und Melius Research die Aktie zuletzt auf „Hold“ abgestuft. Als Begründung nannten sie Risiken für den Free Cashflow und die Bewertung (Multiples), die bei anhaltend hohen Ausgaben stärker unter Druck geraten könnte.
Die wichtigsten Punkte im Überblick
- Regulierung: FTC weitet Kartellprüfung auf Cloud und KI aus
- Aktie: Mehr als 20% unter dem Hoch von Oktober 2025
- Investitionen: 37,5 Mrd. US-Dollar CapEx im Q2 FY2026
- Ausblick CapEx: Rund 148 Mrd. US-Dollar für 2026 erwartet
- Analysten: Downgrades auf „Hold“ wegen Margen- und Cashflow-Risiken
Die Lage bleibt damit zweigeteilt: Neben der Kostenseite rückt nun auch die regulatorische Dimension stärker in den Vordergrund – mit Blick auf Lizenzmodelle, Produktbündel und die Bindung von Kunden an Azure.
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