Der einstige Chip-Primus kämpft weiter um seine Glaubwürdigkeit an der Wall Street. Trotz der ambitionierten Umbaupläne unter CEO Lip-Bu Tan reagieren Analysten zunehmend zurückhaltend und stufen das Papier als klassische "Show-me"-Story ein: Erst liefern, dann glauben. Zwischen strategischen KI-Investitionen und regulatorischem Störfeuer aus Indien suchen Anleger derzeit nach einer klaren Richtung für den Tech-Riesen.

Analysten sehen hohe Hürden

Die Skepsis am Markt ist greifbar und spiegelt sich in aktuellen Bewertungen wider. Bernstein Research bestätigte jüngst sein "Market-Perform"-Rating mit einem Kursziel von 36 US-Dollar, was unter dem aktuellen Marktwert liegt. Auch DA Davidson nahm die Bewertung lediglich mit "Neutral" und einem Ziel von 45 US-Dollar auf.

Der Tenor der Experten ist eindeutig: Intel vollzieht zwar einen der komplexesten Neustarts in der Geschichte der Halbleiterindustrie, doch die Risiken bei der Umsetzung bleiben hoch. Während das Management Optimismus verbreitet, verweisen Marktbeobachter auf einen stagnierenden PC-Markt und den enormen Wettbewerbsdruck im Rechenzentrums-Segment, der die Erholung bremst.

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Strategische Offensive und kleine Rückschläge

Um den Anschluss an Platzhirsche wie Nvidia nicht zu verlieren, treibt Intel seine KI-Roadmap aggressiv voran. Berichten zufolge bereitet der Konzern eine Investition von 100 Millionen US-Dollar in SambaNova Systems vor. Dieser Schritt soll das eigene Ökosystem aus KI-Hardware und Software stärken und langfristig Marktanteile im boomenden Infrastruktur-Bereich sichern.

Parallel dazu muss sich das Unternehmen mit regulatorischen Altlasten auseinandersetzen. Die indische Wettbewerbsbehörde verhängte kürzlich eine Strafe von rund 3 Millionen US-Dollar wegen diskriminierender Garantiebedingungen in den Jahren 2016 bis 2024. Finanziell ist die Summe für Intel zwar vernachlässigbar, der Vorgang verdeutlicht jedoch die zunehmend strengere Aufsicht für globale Tech-Konzerne in wichtigen Wachstumsmärkten.

Blick auf die Kursentwicklung

Die Aktie spiegelt die Unsicherheit der Anleger wider. Nach einem starken Lauf auf Jahressicht (+49,86 Prozent) ist die Dynamik zuletzt abgeflacht. Aktuell notiert das Papier bei 39,26 Euro und verzeichnet seit Jahresbeginn ein leichtes Minus. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch von gut 54 Euro zeigt, dass die Euphorie einer nüchternen Realitätsprüfung gewichen ist.

Entscheidend für die weitere Entwicklung wird der Erfolg der "Double Pivot"-Strategie sein – die gleichzeitige Revitalisierung der Kernprodukte und der Aufbau des Foundry-Geschäfts. Investoren achten dabei besonders auf Fortschritte beim kritischen "18A"-Fertigungsprozess, der als technisches Fundament für Intels Comeback gilt. Solange hier keine signifikanten Erfolgsmeldungen vorliegen, dürfte die Volatilität der Aktie anhalten.

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