Microsoft liefert operativ weiter ab – und trotzdem bleibt die Aktie unter Druck. Der Grund liegt weniger im Geschäft heute, sondern im Preis für das Wachstum von morgen: Die KI-Infrastruktur verschlingt immer mehr Kapital. Wie schnell sich diese Milliarden-Investitionen auszahlen, ist aktuell der wunde Punkt.

Institutionelle Investoren: Kein klares Bild

Neue Meldungen zu großen Adressen zeigen ein gemischtes Stimmungsbild. Laut aktuellen Einreichungen (berichtet am 14. Februar) hat Soros Fund Management seine Position um 161.298 Aktien aufgestockt. Gleichzeitig ging Altarock Partners deutlich in die andere Richtung und reduzierte um 486.910 Aktien. Triple Frond Partners strich zudem 32.674 Aktien.

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Unterm Strich: Große Investoren positionieren sich nicht einheitlich. Das passt zur Unsicherheit, wie sich Bewertung und Investitionswelle kurzfristig austarieren.

Quartalszahlen stark – aber der Preis steigt

Im Fiskal-Q2 (veröffentlicht am 28. Januar) zeigte Microsoft erneut robuste Wachstumsraten:

  • Umsatz: 81,3 Mrd. USD (+17% zum Vorjahr)
  • Operatives Ergebnis: 38,3 Mrd. USD (+21%)
  • Azure & Cloud-Services: +39%
  • Non-GAAP EPS: 4,14 USD (+24%)

Der Haken: Die Investitionsausgaben (Capex) lagen bei 37,5 Mrd. USD – rund 66% höher als vor einem Jahr. Genau diese Dynamik nährt die Sorge, dass der Weg zu spürbaren Renditen aus den KI-Ausgaben länger dauern könnte als viele Anleger eingepreist hatten.

Im Kursbild spiegelt sich das bereits: In den letzten 30 Tagen liegt die Aktie 12,73% im Minus.

Analysten und Dividende: Zusätzlicher Gegenwind, verlässliche Rückflüsse

Zusätzlichen Druck brachte eine deutliche Analysten-Anpassung: Stifel-Analyst Brad Reback stufte Anfang Februar von Buy auf Hold ab und senkte sein Kursziel spürbar auf 392 USD (zuvor 540 USD). Als Begründung nannte er unter anderem zu optimistische Annahmen für das Fiskaljahr 2027 und erwartet Capex von 200 Mrd. USD, deutlich über der Konsensschätzung von 160 Mrd. USD.

Parallel bleibt die Ausschüttungspolitik stabil: Microsoft kündigte eine Quartalsdividende von 0,91 USD je Aktie an. Der Ex-Tag ist am 19. Februar 2026, die Auszahlung erfolgt am 12. März 2026. Im Fiskal-Q2 flossen zudem 12,7 Mrd. USD über Dividenden und Aktienrückkäufe an Aktionäre zurück (+32% gegenüber dem Vorjahr).

Der nächste wichtige Prüfstein bleibt damit weniger das Wachstum an sich – sondern ob Microsoft die steigenden KI-Investitionen in den kommenden Quartalen so erklärt und steuert, dass der Markt wieder mehr Vertrauen in die Rendite-Timeline fasst.

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