Die Softwarebranche erlebt ihr härtestes Quartal seit der Finanzkrise 2009. Microsoft hat seit dem Allzeithoch Ende Oktober 2025 rund 17 Prozent an Wert verloren. Der S&P North American Technology Software Index ist im gleichen Zeitraum um 30 Prozent abgestürzt. Was zunächst wie eine Korrektur aussah, entwickelt sich zu einer fundamentalen Neubewertung der gesamten Branche.

KI-Investitionen fressen Cashflow

Die Ursache liegt in einem Dilemma: Während KI die Geschäftsmodelle traditioneller Softwareanbieter bedroht, müssen diese gleichzeitig Milliarden investieren, um im Wettlauf nicht abgehängt zu werden. Allein Microsoft, Amazon, Meta und Alphabet planen für 2026 Investitionen von über 600 Milliarden Dollar in KI-Infrastruktur. Fondsmanager Hendrik Leber von Acatis warnt: "Der schrumpfende Cashflow bei Big Tech hat großen Einfluss." Microsoft halte seine Kunden faktisch gefangen, sei aber "nicht wirklich kundenorientiert" und drohe im KI-Wettlauf zurückzufallen.

Die Zahlen geben Anlegern Recht, vorsichtig zu werden. Nach einer PwC-Umfrage von Januar 2026 unter 4.454 CEOs zieht die Hälfte der Unternehmen bislang keinen finanziell messbaren Nutzen aus KI-Investitionen. Lediglich 30 Prozent erkennen Umsatzsteigerungen, während 56 Prozent weder Erlöswachstum noch Kostenersparnis sehen. Eine Gartner-Studie zeigt: Nur 20 Prozent der befragten Unternehmen konnten durch KI-Einsatz Personal abbauen – doch die Hälfte plant, diese Stellen 2027 wieder zu besetzen.

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Defensive Rotation als Warnsignal

Citi-Stratege Dirk Willer beobachtet ein ungewöhnliches Muster: Anleger rotieren gleichzeitig in zyklische und defensive Aktien. Während die Bewegung zu Zyklikern mit Optimismus erklärbar ist, deutet die Nachfrage nach defensiven Titeln wie Konsumgütern auf Absicherungsbedürfnis hin. Diese haben den S&P 500 binnen eines Monats um etwa 10 Prozent übertroffen. Historisch trat ein solches Muster nur fünfmal seit 1998 auf – jeweils vor schwächeren Marktphasen.

Deutsche Bank-Analysten sprechen von einem "Sniper's Alley": Die Märkte differenzieren erstmals zwischen KI-Gewinnern und -Verlierern. Während Ausrüster von KI-Hardware weiter profitieren, verkaufen Investoren bei Unsicherheit konsequent Software- und Service-Titel. Die Bewertung von KI in Börsenkursen wird komplizierter, da der Impact von theoretisch zu real wechselt.

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