Microsoft Aktie: Abstieg mit Ansage
Die Microsoft-Aktie steht massiv unter Druck. Während der Technologiesektor insgesamt schwächelt, trifft es den Software-Riesen aus Redmond besonders hart. Seit Ende Januar hat die Aktie mehr als 20 Prozent an Wert verloren – und ein Ende der Talfahrt ist nicht in Sicht.
Stifel zieht die Notbremse
Am Donnerstag setzte die Investmentbank Stifel ein deutliches Zeichen: Analyst Brad Reback stufte Microsoft von "Kaufen" auf "Halten" herab und kappte das Kursziel von 540 auf 392 Dollar. Die Begründung: Die Erwartungen der Wall Street für das Geschäftsjahr 2027 seien "zu optimistisch".
Im Kern geht es um drei zentrale Probleme. Erstens: Die Cloud-Plattform Azure kämpft mit Kapazitätsengpässen, während Google mit seiner Cloud-Sparte rasant aufholt. Zweitens: Die Investitionsausgaben dürften im Geschäftsjahr 2027 auf rund 200 Milliarden Dollar steigen – deutlich mehr als die vom Markt erwarteten 160 Milliarden. Drittens: Die Bruttogewinnmarge wird unter Druck geraten. Stifel erwartet nur noch etwa 63 Prozent statt der von Analysten kalkulierten 67 Prozport.
Besonders brisant: Microsoft tritt in eine "neue Ausgabenphase" ein, um eigene KI-Tools aufzubauen und zu vermarkten. Das belastet die operative Gewinnmarge. Reback erwartet keine Neubewertung der Aktie, bevor das Wachstum der Investitionsausgaben unter das Azure-Wachstum fällt.
Google zieht vorbei
Während Microsoft strauchelt, dreht Google auf. Am Mittwoch präsentierte Alphabet beeindruckende Zahlen: Die Cloud-Sparte wuchs im vierten Quartal um 48 Prozent auf 17,7 Milliarden Dollar – schneller als Azure zum ersten Mal seit Jahren. CEO Sundar Pichai sprach selbstbewusst davon, dass KI-Investitionen "überall im Unternehmen Umsatz und Wachstum antreiben".
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Die Google-Aktie legte seit Jahresbeginn 2025 um 76 Prozent zu. Microsoft hingegen verlor im gleichen Zeitraum an Boden. Der Kontrast könnte kaum größer sein. Während Google mit seinem Gemini-3-Modell punktet und bereits 8 Millionen zahlende Enterprise-Lizenzen verkauft hat, wachsen die Sorgen um Microsofts Abhängigkeit von OpenAI.
Leerverkäufer wittern ihre Chance
Die Schwäche der Software-Branche hat Leerverkäufern satte Gewinne beschert. Allein in den vergangenen Tagen erzielten sie Buchgewinne von 24 Milliarden Dollar. Besonders bemerkenswert: Microsoft verhält sich nicht mehr wie gewohnt. Normalerweise decken Leerverkäufer bei fallenden Kursen ihre Positionen ein. Jetzt aber bauen sie diese weiter aus – ein Zeichen dafür, dass sie auf weitere Kursverluste setzen.
Leon Gross von S3 Partners beobachtet: "Microsoft verhält sich jetzt wie eine angeschlagene Aktie mit Abwärtsmomentum. Leerverkäufer erhöhen ihre Wetten trotz der Schwäche." Die Leerverkaufsquote bei Microsoft stieg in diesem Jahr bereits um 20 Prozent.
Auch bei Schnäppchenjägern, die sonst bei Technologie-Rücksetzern zugreifen, herrscht diesmal Zurückhaltung. Steve Sosnick von Interactive Brokers stellt fest: "Unsere Kunden zeigen sich nicht besonders begierig, bei Software-Aktien auf Schnäppchenjagd zu gehen." Die übliche Reflexreaktion, Kursrücksetzer zu kaufen, bleibt aus.
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