Der DAX-Konzern liefert: Detaillierte Studienergebnisse zu Asundexian fielen am Donnerstagabend besser aus als erwartet. Die Aktie reagierte prompt mit einem Kurssprung von 3,5 Prozent im nachbörslichen Handel auf 46,48 Euro. Kann der Gerinnungshemmer tatsächlich zum Milliardenseller werden?

26 Prozent weniger Schlaganfälle

Die auf einem Fachkongress in New Orleans präsentierten Daten der zulassungsrelevanten OCEANIC-Stroke-Studie überzeugen. An mehr als 12.000 Probanden getestet, die bereits einen Schlaganfall oder eine Hochrisiko-Attacke erlitten hatten, reduzierte Asundexian das Risiko eines erneuten Schlaganfalls um 26 Prozent gegenüber einem Placebo.

Noch wichtiger für eine mögliche Zulassung: Das Mittel zeigte keinerlei Erhöhung bei schweren Blutungen – ein entscheidender Vorteil gegenüber vielen Konkurrenzprodukten. Auch das Risiko für hämorrhagische Schlaganfälle und tödliche Blutungen blieb auf Placebo-Niveau.

JPMorgan sieht Potenzial nach oben

Analyst Richard Vosser bestätigte seine "Overweight"-Einstufung mit Kursziel 50 Euro. Die Studiendaten untermauerten die Stärke von Asundexian bei der Vermeidung eines zweiten Schlaganfalls. Vosser hatte bisher mit einem Jahresspitzenumsatz von 1,4 Milliarden Euro nach 2035 gerechnet – sieht nun aber Luft nach oben, sowohl bei den anfänglichen Erlösen als auch beim Spitzenumsatz.

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Kepler Cheuvreux traut dem Mittel bei ordentlichen Ergebnissen eine Milliarde Euro Jahresumsatz zu. Bei exzellenten Resultaten wären sogar zwei Milliarden Euro denkbar. Zum Vergleich: Vor zwei Jahren hatte Bayer einer anderen Asundexian-Studie bei Vorhofflimmern noch über fünf Milliarden Euro zugetraut – diese wurde jedoch wegen Misserfolgs vorzeitig beendet.

Marktpotenzial bleibt riesig

Weltweit erleiden jährlich etwa 12 Millionen Menschen einen Schlaganfall – die zweithäufigste Todesursache. 20 bis 30 Prozent davon sind rezidiv, also wiederkehrend. Trotz Behandlung bleibt das Risiko für solche sekundären Schlaganfälle hoch.

Bayer will die Studiendaten nun bei Gesundheitsbehörden zur Beantragung von Marktzulassungen einreichen. In den USA hat der Konzern für Asundexian bereits den Fast-Track-Status erhalten, der eine schnellere Zulassung ermöglicht. Allerdings steht Ende 2026 und Anfang 2027 wichtige Konkurrenz ins Haus: Johnson & Johnson und Bristol Myers Squibb präsentieren dann Studienergebnisse für den Wirkstoff Milvexian.

Die Aktie hat Luft nach oben – das Mehrjahreshoch rückt wieder in Reichweite.

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