Microsoft Aktie: Schwedische Wetterlage?
Microsoft liefert Rekordzahlen, doch die Aktie kennt seit Jahresbeginn fast nur eine Richtung: abwärts. Trotz übertroffener Gewinnerwartungen für das zweite Quartal dominiert an der Börse die Skepsis. Der Grund liegt in explodierenden Ausgaben für die KI-Infrastruktur bei gleichzeitig verlangsamtem Wachstum im wichtigen Cloud-Geschäft. Anleger stellen sich die Frage: Fressen die massiven Investitionen die Margen schneller auf, als die neuen KI-Produkte Gewinne liefern können?
Cloud-Wachstum verliert an Fahrt
Auf den ersten Blick glänzte der Tech-Gigant mit einem Umsatzsprung von 17 Prozent auf 81,3 Milliarden US-Dollar. Doch der entscheidende Motor stottert leicht: Das Wachstum der Cloud-Sparte Azure verlangsamte sich von 40 Prozent im Vorquartal auf nun 39 Prozent. Obwohl Microsoft damit die Marke von 50 Milliarden US-Dollar Cloud-Umsatz knackte, reagierten Investoren empfindlich auf die leichte Abkühlung. In einem Marktumfeld, das Perfektion erwartet, reichte diese leichte Verfehlung der optimistischsten Prognosen aus, um den Abwärtstrend der Aktie zu beschleunigen.
Investitionen auf Rekordniveau
Der eigentliche Belastungsfaktor für den Kurs ist jedoch die Kostenseite. Die Investitionsausgaben (Capex) schossen im Vergleich zum Vorjahr um 66 Prozent auf atemberaubende 37,5 Milliarden US-Dollar in nur drei Monaten nach oben. Microsoft baut aggressiv Rechenzentren, um den Hunger nach KI-Rechenleistung zu stillen – allein im letzten Quartal wurde fast ein Gigawatt an Kapazität hinzugefügt.
Diese Strategie hinterlässt deutliche Spuren in der Profitabilität. Die Bruttomarge fiel auf den tiefsten Stand seit drei Jahren. CFO Amy Hood betonte zwar, dass die Nachfrage das Angebot weiterhin übersteige, doch die kurzfristigen Kosten für den Ausbau drücken die Gewinne.
Hoffnungsträger und Sorgenkinder
Lichtblicke gibt es bei der konkreten Produktadoption. Der KI-Assistent "Microsoft 365 Copilot" verzeichnet mittlerweile über 15 Millionen zahlende Nutzer. Zudem explodierte der Auftragsbestand (RPO) um 110 Prozent auf 625 Milliarden US-Dollar. Ein Großteil davon ist auf eine gewaltige 250-Milliarden-Dollar-Verpflichtung von OpenAI zurückzuführen, die die enge Verflechtung beider Unternehmen unterstreicht.
Weniger erfreulich läuft es im Gaming-Sektor. Trotz der Activision-Übernahme sanken die Umsätze hier um 9 Prozent, begleitet von Abschreibungen. Um den Vertrieb der KI-Produkte zu beschleunigen, reagierte das Management am 3. Februar mit einer Umstrukturierung der Führungsebene im Verkauf.
Margendruck bleibt bestehen
Der Ausblick auf das laufende dritte Quartal deutet keine sofortige Entspannung an. Mit einer prognostizierten operativen Marge von rund 45,1 Prozent liegt Microsoft unter den Erwartungen der Analysten. Der Konzern befindet sich in einer kostspieligen Übergangsphase: Die Infrastruktur für die nächste Ära wird gebaut, doch kurzfristig belasten diese Investitionen die Bilanz. Angesichts eines Kursverlusts von über 13 Prozent seit Jahresanfang und einem aktuellen Preis von rund 415 US-Dollar preist der Markt derzeit vor allem die Risiken dieser massiven Wette ein.
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