KI-Rechenzentren ziehen der Chipbranche gerade den Strom aus der Steckdose – vor allem beim Thema Speicher. Genau hier sitzt Micron im Epizentrum: Die Nachfrage nach DRAM- und NAND-Produkten wird zunehmend von KI-Infrastruktur getrieben. Entscheidend ist dabei weniger „mehr Volumen“, sondern vor allem „mehr Preissetzungsmacht“.

KI treibt Angebot und Preise

Laut aktuellen Marktberichten wird der Speichermarkt spürbar enger. Der Grund: Datenzentren für KI verschlingen immer mehr Speicher, während Hersteller ihre Kapazitäten gezielt auf margenstarke Produkte umlenken – allen voran High-Bandwidth Memory (HBM). Bei Micron ist ein zentraler Punkt besonders auffällig: Die HBM-Lieferungen für das Kalenderjahr 2026 sollen bereits ausverkauft sein.

Diese Priorisierung hat eine Nebenwirkung, die Anleger genau kennen: Wenn mehr Kapazität in HBM fließt, wird das Angebot für andere Einsatzbereiche knapper. Das kann die Preise auch bei klassischem DRAM und NAND nach oben drücken.

Wichtigste Dynamiken aus den Berichten:

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  • Verknappung der Speicherlieferketten durch starke KI-Nachfrage
  • Fokus der Hersteller auf HBM wegen höherer Margen
  • Prognostizierte Preisanstiege für DRAM und NAND im 1. Quartal 2026 – teils stärker als zunächst erwartet
  • Halbleiterbranche insgesamt soll 2026 ein historisches Hoch erreichen, maßgeblich durch den KI-Infrastrukturboom

Kapazitätsausbau: Micron legt nach

Micron reagiert auf das Umfeld mit handfesten Investitionen in die Fertigung. Ende Januar wurde in Singapur der Startschuss für eine neue, moderne Wafer-Fabrik gegeben. Das Projekt ist Teil eines größeren Investitionsplans, der in den kommenden Jahren Reinraumflächen und Produktionskapazitäten erhöhen soll.

Parallel dazu hat das Unternehmen im Januar auch den Bau eines neuen Produktionsstandorts im US-Bundesstaat New York angestoßen. Unterm Strich: Micron setzt darauf, dass die aktuelle Nachfragewelle nicht nur ein kurzer Ausschlag ist, sondern länger trägt.

Worauf der Markt jetzt schaut

Für die nächsten Wochen und Monate hängt viel an einer Frage: Bleibt das Gleichgewicht aus Angebot und Nachfrage eng genug, damit die Preissteigerungen bei DRAM und NAND tatsächlich durchhalten? Genau deshalb werden Investoren vor allem zwei Punkte verfolgen: die Entwicklung der Speicherpreise und den Ausbau der Kapazitäten – bei Micron und in der gesamten Branche.

An der Börse spiegelt sich die Gemengelage aus starkem KI-Rückenwind und kurzfristiger Nervosität bereits wider: In den vergangenen sieben Tagen hat die Aktie 7,71% abgegeben, liegt aber seit Jahresbeginn weiterhin 21,39% im Plus. Konkret wird es zudem Ende März: Dann wird die nächste Ergebnisveröffentlichung für das zweite Quartal 2026 erwartet.

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