Die Microsoft-Aktie kämpft seit Jahresbeginn mit einem Minus von über 17 Prozent – der schwächste Wert unter den „Magnificent Seven". Doch ausgerechnet jetzt setzt ein hochrangiger Insider ein starkes Zeichen: Direktor John Stanton investierte am 18. Februar knapp 2 Millionen Dollar in Unternehmensanteile. Vertrauen oder kalkuliertes Risiko?

Insider-Käufe als Kaufsignal?

Laut SEC-Unterlagen erwarb Stanton, Gründer des Private-Equity-Fonds Trilogy Partnerships, 5.000 Aktien zu je 397,35 Dollar. Sein direkter Anteil steigt damit auf 83.905 Aktien, weitere 3.622 hält er über einen Familientreuhandfonds. Solche Eigengeschäfte gelten in Investorenkreisen als positives Signal – Führungskräfte, die eigenes Geld einsetzen, vertrauen auf die Zukunft des Unternehmens.

Die Reaktion ließ nicht lange auf sich warten: Am Mittwoch legte die Aktie um 0,69 Prozent auf 399,60 Dollar zu, nachbörslich ging es zeitweise weiter auf 400,40 Dollar nach oben. Ob dies bereits die Trendwende markiert oder nur eine kurzfristige Gegenbewegung darstellt, bleibt offen.

Software-Sektor unter massivem Druck

Der Kauf erfolgt vor einem schwierigen Branchenhintergrund. Der Software-Index IGV ist seit Jahresanfang um 20 Prozent gefallen, während der Nasdaq-100 stagniert. Diese Divergenz ist historisch ein Warnsignal: Während KI-Infrastruktur-Profiteure wie Halbleiter boomen, stehen klassische Software-Anbieter unter Druck.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Microsoft?

Goldman Sachs positioniert sich bereits defensiv und setzt auf KI-Infrastruktur (Cloudflare, Microsoft, Oracle) bei gleichzeitigen Short-Positionen auf Software-Verlierer. Das Problem: Hohe Investitionen in künstliche Intelligenz schlagen sich bei vielen Unternehmen noch nicht in entsprechend hohe Umsätze nieder.

Politischer Gegenwind aus zwei Richtungen

Zusätzlich gerät Microsoft unter Druck wegen seiner Geschäftsbeziehungen mit der US-Einwanderungsbehörde ICE. Laut einem Bericht von „The Guardian" hat ICE seine Datenspeicherung in Microsofts Azure-Cloud in den sechs Monaten bis Januar 2026 mehr als verdreifacht. Das Unternehmen wies die Vorwürfe zurück: „Unsere Richtlinien erlauben keine Massenüberwachung von Zivilisten, und wir glauben nicht, dass ICE solche Aktivitäten durchführt."

Gleichzeitig warnt Microsoft-Präsident Brad Smith beim AI Impact Summit in Neu-Delhi vor chinesischen Staatssubventionen im KI-Wettbewerb. „Ich denke, wir müssen uns ein wenig Sorgen über chinesische Subventionen machen", sagte Smith gegenüber CNBC. Er zog Parallelen zur Telekommunikationsbranche, wo staatliche Unterstützung für Huawei und ZTE amerikanische Konkurrenten verdrängte.

Ob Stantons Millionen-Investition den Boden markiert oder nur ein mutiges Zeichen in schwierigem Fahrwasser darstellt – die nächsten Wochen werden zeigen, ob das Vertrauen des Insiders gerechtfertigt ist.

Microsoft-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Microsoft-Analyse vom 19. Februar liefert die Antwort:

Die neusten Microsoft-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Microsoft-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 19. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Microsoft: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...