IBM schärft diese Woche gleich an zwei Fronten sein Profil: Quantencomputing und KI-Software. Heute meldete der Konzern über seinen Venture-Arm neue Investments in zwei junge Firmen. Bereits am Dienstag folgte zudem ein Update zur geplanten Einführung „agentischer KI“ im laufenden Quartal.

Neue Investments im Quanten-Umfeld

IBM Ventures beteiligt sich an den Frühphasen-Startups SQK und QodeX Quantum. Beide sind Teil des Deep-Tech-Accelerators Alchemist Chicago. Der Fokus liegt darauf, den Sprung von theoretischen Quantenfortschritten hin zu industriell nutzbaren Anwendungen zu erleichtern.

  • SQK (Seattle): Entwickelt hybride Quanten-klassische Algorithmen für die Rekonstruktion medizinischer Bilddaten. Ziel ist eine bessere diagnostische Genauigkeit, unter anderem in der Onkologie sowie bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
  • QodeX Quantum (Chicago): Arbeitet an „quantum-nativen“ KI-Modellen. Die Plattform soll Quantenverarbeitung in Machine-Learning-Workflows integrieren, um Unternehmensanalysen zu verbessern.

Die Investments passen zur regionalen Planung in Illinois: Dort will IBM sein Quantum System Two im Illinois Quantum and Microelectronics Park (IQMP) einsetzen. Mit Unterstützung von Software-Teams wie SQK und QodeX soll die Nutzbarkeit der Hardware im großen Maßstab steigen, inklusive des Heron-Prozessors.

„Agentische KI“ kommt in die Software

Am Dienstag bestätigte IBM, im ersten Quartal 2026 eine breite Palette „agentischer KI“-Funktionen über das Software-Portfolio auszurollen. Dabei geht es darum, autonome KI-Agenten direkt in bestehende Plattformen einzubetten.

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Die Zielgruppe sind Unternehmen in stark regulierten Branchen. Sie sollen KI für Mustererkennung und Entscheidungsunterstützung nutzen können, ohne ihre bestehenden Sicherheits- und Governance-Strukturen zu verlassen. Die zentrale Stoßrichtung: KI soll in vorhandene Unternehmensprozesse integriert werden, statt als isolierte Insellösung zu laufen.

Institutionelle Bewegungen und Bewertung

Bei institutionellen Investoren gab es zuletzt gegenläufige Signale: Aus Meldungen von gestern geht hervor, dass M&G PLC seine Position im dritten Quartal um rund 62,8% reduziert hat. Advisors Capital Management LLC erhöhte den Anteil im selben Zeitraum dagegen um 3,8%.

Auch beim Blick auf die Bewertung gab es ein Update: Morningstar stufte IBM am Dienstag nach einem Kursrückgang in der Vorwoche auf 4 Sterne hoch. Dahinter steht die Einschätzung, die Aktie sei im Verhältnis zur eigenen Fair-Value-Schätzung unterbewertet; Morningstar verweist dabei unter anderem auf einen „engen ökonomischen Burggraben“ („narrow economic moat“) und die aktuelle Marktposition.

Unterm Strich verbindet IBM damit zwei Zeithorizonte: kurzfristig die Monetarisierung von KI-Funktionen in bestehenden Enterprise-Workflows, flankiert von Investments, die das Software-Ökosystem rund um die nächste Quanten-Hardware stärken sollen.

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