Micron Technology Aktie: Ausverkauft bis 2026
Micron Technology setzt alles auf eine Karte. Mit einem beispiellosen Investitionsprogramm reagiert der Chip-Hersteller auf eine KI-Nachfrage, die das aktuelle Angebot bei weitem übersteigt. Während die Produktion der modernsten Speicherchips bereits auf Jahre vergeben ist, müssen Anleger nun bewerten, ob die enormen Kapitalkosten die Gewinnmargen langfristig belasten könnten.
Milliarden gegen den Engpass
Das dominierende Thema ist die aggressive Expansionsstrategie des Konzerns. Um einen drohenden Versorgungsengpass abzuwenden – den schwerwiegendsten der Speicherindustrie seit vierzig Jahren – plant das Unternehmen Ausgaben von rund 200 Milliarden US-Dollar. Der Großteil fließt in neue Fabriken in den USA, darunter Standorte in Idaho und New York. Diese massive Wette auf die Zukunft soll sicherstellen, dass Micron die Hardware für das KI-Zeitalter liefern kann.
Auftragsbücher geschlossen
Treibstoff für die positive Stimmung liefert die Bestätigung des Managements zur Auftragslage. Die gesamte Produktion von High-Bandwidth Memory (HBM) – einschließlich der nächsten Generation HBM4 – ist für das Kalenderjahr 2026 bereits vollständig verkauft.
Die Entwicklung dieser kritischen KI-Komponenten liegt sogar vor dem Zeitplan. Da die Preis- und Volumenvereinbarungen für 2026 bereits fixiert sind, sinkt das kurzfristige Ausführungsrisiko für diese margenstarken Produkte erheblich. Analysten von Häusern wie Needham und JPMorgan reagierten mit Kurszielanhebungen und verwiesen auf die anhaltende Knappheit im Markt.
Gemischte Signale
Trotz der operativen Stärke mahnen einige Indikatoren zur Vorsicht. Die Herstellung von KI-Speicher ist extrem kapitalintensiv und benötigt deutlich mehr Ausrüstung als herkömmliche Chips, was die Bilanzen belasten könnte. Zudem nutzten Führungskräfte das hohe Kursniveau für Verkäufe: In den letzten 90 Tagen trennten sich Insider von Aktien im Wert von über 27 Millionen US-Dollar.
Die Aktie notiert aktuell bei 357,75 Euro und bewegt sich damit in Schlagdistanz zum 52-Wochen-Hoch von 371,15 Euro.
Der weitere Kursverlauf dürfte kurzfristig von externen Faktoren abhängen. Die für den 25. Februar erwarteten Zahlen von Nvidia werden als entscheidendes Stimmungsbarometer für den gesamten Halbleitersektor fungieren und zeigen, ob der KI-Boom die hohen Investitionen von Micron weiter rechtfertigt.
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