Kontinuität statt Wechsel an der Spitze: Hensoldt bindet CEO Oliver Dörre deutlich länger als geplant. Der Aufsichtsrat verlängert seinen Vertrag vorzeitig bis Ende 2031 – in einer Phase, in der der Konzern seine Strategie stärker auf Skalierung und Software ausrichtet. Was steckt hinter dem Schritt?

Vertrag bis 2031 – Signal für die Transformation

Der Aufsichtsrat entschied am 24. Februar 2026, den Vertrag von Oliver Dörre um fünf Jahre zu verlängern. Damit bleibt der Vorstandsvorsitzende bis zum 31. Dezember 2031 im Amt. Die Begründung des Gremiums: Dörre habe das Unternehmen in kurzer Zeit strategisch neu ausgerichtet und die Transformation hin zu einem „skalierbaren und softwaregetriebenen“ Anbieter von Verteidigungstechnologie beschleunigt.

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Für Anleger ist das vor allem ein Signal von Planungssicherheit. Denn die laufenden Veränderungen im Konzern sind nicht nur organisatorisch, sondern betreffen auch die Ausrichtung des Geschäfts.

„North Star“: Skalierung, Software, Internationalisierung

Dörre verantwortet die Unternehmensstrategie „North Star“. Laut Mitteilung geht es dabei vor allem um drei Punkte: die industrielle Leistungsfähigkeit hochzufahren, das Software-Geschäft gezielt auszubauen und die internationale Präsenz zu stärken. Ergänzend soll auch die Führungs- und Unternehmenskultur weiterentwickelt werden.

Dass der Fokus auf Software nicht nur ein Schlagwort bleibt, zeigt eine jüngste Maßnahme: Mitte Februar kündigte Hensoldt eine Partnerschaft mit Schwarz Digits an. Ziel ist es, die Fähigkeiten im Bereich „Software-Defined Defence“ durch cloudfähige Datenlösungen zu erweitern.

Aufträge geben Rückenwind – und erhöhen den Takt

Auch die operative Lage liefert Argumente für Kontinuität: Anfang Februar wurde bekannt, dass Hensoldt im Rahmen der European Sky Shield Initiative (ESSI) Aufträge von Diehl Defence über mehr als 100 Millionen Euro erhalten hat. Geliefert werden TRML-4D-Radarsysteme für verschiedene europäische Staaten. Solche Programme verdeutlichen, welches industrielle Volumen in den kommenden Jahren abgearbeitet werden muss.

Dörre verwies laut Unternehmensmeldung zudem auf die globale sicherheitspolitische Lage: Sie eröffne Wachstumschancen, bringe aber auch Verantwortung mit sich. Entsprechend sollen die Kapazitäten weiter ausgebaut und Software- sowie Systemkompetenzen gestärkt werden.

An der Börse bewegt sich die Aktie heute nur moderat: Mit 80,15 € liegt sie 1,14% über dem gestrigen Schlusskurs, bleibt jedoch unter dem 50-Tage-Durchschnitt (82,86 €) und auch unter dem 200-Tage-Durchschnitt (88,82 €).

Zum nächsten wichtigen Fixpunkt dürfte nun die konsequente Umsetzung der „North Star“-Agenda werden – denn mit der Vertragsverlängerung bis Ende 2031 ist klar: Der Aufsichtsrat setzt auf Dörres Kurs, inklusive Kapazitätsausbau und Software-Schwerpunkt, während parallel Großaufträge wie ESSI zuverlässig abgewickelt werden müssen.

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