Micron Aktie: Boom trifft Warnsignal
Der Speicherchip-Riese Micron Technology steht derzeit im Zentrum einer hitzigen Debatte an der Wall Street. Während Analysten ihre Kursziele angesichts des KI-Booms massiv nach oben schrauben und das Unternehmen Milliarden in neue Fabriken investiert, mehren sich kritische Stimmen zur Nachhaltigkeit dieses Wachstums. Experten warnen vor den Risiken historischer Überkapazitäten in einem Markt, der derzeit nur eine Richtung zu kennen scheint.
Analysten im Überbietungswettbewerb
Die Zuversicht der Investmentbanken ist ungebrochen. Mehrere Häuser haben ihre Prognosen in den letzten Tagen deutlich angehoben. Die Deutsche Bank erhöhte ihr Kursziel auf 500 US-Dollar und begründete dies mit einer verknappten Angebotssituation bei DRAM-Chips, die bis ins Jahr 2028 anhalten könnte. TD Cowen skizzierte sogar einen langfristigen Pfad bis auf 600 US-Dollar pro Aktie, basierend auf einer normalisierten Gewinnbasis.
Treibender Faktor für diesen Optimismus ist die operative Beschleunigung: Das Management bestätigte auf einer Konferenz, dass die Auslieferung der neuen HBM4-Hochleistungschips (High Bandwidth Memory) bereits in diesem Quartal beginnt – und damit früher als ursprünglich geplant. Die Nachfrage übersteigt laut Unternehmensführung das Angebot bei weitem, wobei die Kapazitäten für das gesamte Kalenderjahr 2026 bereits durch Preis- und Volumenvereinbarungen abgedeckt sind.
Milliarden-Investitionen als Risiko?
Doch die aggressive Expansion hat einen hohen Preis, der einige Marktbeobachter nervös macht. Berichten zufolge plant Micron Investitionen von bis zu 200 Milliarden US-Dollar in neue Fertigungsanlagen, primär in den USA. Finanzmedien wie Barron's verweisen auf die historisch zyklische Natur der Speicherbranche. Die Befürchtung: Da auch Konkurrenten wie SK Hynix ihre Produktion für KI-Speicher massiv hochfahren, könnte der Wettlauf um Marktanteile langfristig in einem schmerzhaften Überangebot enden.
Sollte das Nachfragewachstum hinter dem rasanten Ausbau der Kapazitäten zurückbleiben, droht Druck auf die Margen. Die Aktie spiegelt diese Spannung wider und notiert aktuell bei rund 359 Euro, nur knapp unter ihrem 52-Wochen-Hoch.
Starke Zahlen untermauern den Kurs
Bislang geben die fundamentalen Daten den Optimisten recht. Im ersten Geschäftsquartal steigerte Micron den Umsatz um 57 Prozent auf 13,64 Milliarden US-Dollar und erzielte einen Rekord beim freien Cashflow. Für das laufende zweite Quartal stellt das Unternehmen Erlöse von rund 18,7 Milliarden US-Dollar in Aussicht.
Die nächste Bewährungsprobe steht unmittelbar bevor. Um den 19. März 2026 wird Micron die Bücher für das zweite Quartal öffnen. Angesichts der enormen Investitionspläne muss das Unternehmen nicht nur die ambitionierten Prognosen erfüllen, sondern auch beweisen, dass die Margenstärke trotz der steigenden Kapitalkosten Bestand hat.
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