Micron startet mit viel Rückenwind in die neue Börsenwoche. Gleich mehrere Faktoren stützen die Stimmung: ein milliardenschweres Ausbauprogramm in Singapur, angehobene Kursziele und ein wichtiges juristisches Signal rund um Insiderverkäufe. Kann der Konzern damit die hohen Erwartungen weiter untermauern?

Wichtige Punkte auf einen Blick:
- 24 Mrd. US-Dollar Investitionen in eine neue Wafer-Fab in Singapur (über zehn Jahre)
- Produktionsstart in der zweiten Jahreshälfte 2028 geplant, rund 1.600 neue Jobs
- Mehrere Banken heben Kursziele an, teils bis 500 US-Dollar
- Sammelklage abgewiesen – 10b5-1-Verkaufspläne der Führung spielen dabei eine zentrale Rolle

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Singapur-Ausbau trifft KI-Nachfrage

Micron hat Ende Januar den ersten Spatenstich für eine neue, moderne Wafer-Fertigungsanlage in Singapur gesetzt. Über das nächste Jahrzehnt will der Konzern dafür rund 24 Milliarden US-Dollar (S$30,5 Mrd.) investieren. Die Anlage soll auf die aus Micron-Sicht „beispiellose“ Nachfrage nach NAND-Speicher ausgerichtet sein – vor allem getrieben durch KI-Rechenzentren.

Der Zeitplan ist langfristig: Micron rechnet mit der Inbetriebnahme in der zweiten Hälfte 2028. Gleichzeitig deutet sich in der Branche ein engeres Angebotsumfeld an. Ein Bericht von EMSNow von Freitag verweist darauf, dass große Speicherhersteller wie Micron, Samsung und SK Hynix ihre Zuteilungspolitik straffen, um „Horten“ von Kunden in einer KI-getriebenen Knappheit zu begrenzen.

Kursziele steigen – bis 500 US-Dollar

Die angespannte Balance aus Angebot und Nachfrage spiegelt sich auch in aktualisierten Bewertungsmodellen wider. UBS-Analyst Timothy Arcuri hob am Freitag sein Kursziel auf 450 US-Dollar an (zuvor 400) und blieb bei „Buy“.

Schon Ende Januar kamen weitere positive Impulse:
- Phillip Securities startete die Beobachtung mit „Buy“ und einem Kursziel von 500 US-Dollar (laut Quelle das höchste Ziel in der Runde).
- Mizuho Securities setzte das Kursziel am 27. Januar auf 480 US-Dollar und verwies dabei auf eine erwartete deutlich steigende Preissetzungsmacht bei NAND im Geschäftsjahr 2026 (im Text: 330%).

Juristisches Signal zu Insiderverkäufen

Parallel schauen Anleger auf Insidertransaktionen aus dem Umfeld der Unternehmensführung. Laut Meldungen von Ende Januar verkaufte CEO Sanjay Mehrotra rund 177.500 Aktien (Wert etwa 34,3 Mio. US-Dollar). EVP Manish Bhatia trennte sich zudem von Aktien im Wert von rund 10,4 Mio. US-Dollar. Entscheidend dabei: Die Verkäufe liefen über vorab festgelegte Rule-10b5-1-Handelspläne, also automatisierte Pläne mit definierten Parametern.

Genau dieses Argument bekam zusätzliches Gewicht, als ein US-Bezirksrichter am Dienstag eine Sammelklage wegen Wertpapierbetrugs gegen Micron abwies (In re Micron Technology Inc. Securities Litigation). Das Gericht bewertete frühere Insiderverkäufe als „nicht annähernd so verdächtig“ wie behauptet – ausdrücklich auch, weil sie im Rahmen von 10b5-1-Plänen erfolgten.

Zahlen liefern den Unterbau

Fundamental verweist Micron auf ein starkes erstes Quartal des Geschäftsjahres 2026 (gemeldet im Dezember): Der Umsatz lag bei 13,64 Mrd. US-Dollar, ein Plus von 56,7% zum Vorjahr. Der Gewinn je Aktie erreichte 4,78 US-Dollar, getragen von robusten Preisen in DRAM- und NAND-Märkten.

Der nächste größere Termin ist bereits absehbar: Die nächsten Quartalszahlen werden laut Quelle voraussichtlich am 18. März erwartet. Bis dahin dürften vor allem Signale zur Speicher-Verfügbarkeit und zur Preisentwicklung in DRAM/NAND das Bild prägen.

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