Micron Technology baut seine Produktionskapazitäten massiv aus – und zwar genau dort, wo die Chipindustrie derzeit den größten Engpass hat. Der US-Speicherchip-Konzern reagiert damit auf die explodierende Nachfrage nach High-Bandwidth Memory (HBM), jenen Hochleistungschips, die für KI-Rechenzentren unverzichtbar sind.

Zwei neue Werke in Asien

Am 3. Februar 2026 gab Micron bekannt, eine Absichtserklärung zum Kauf einer Fertigungsanlage in Taiwan unterzeichnet zu haben. Parallel dazu hat das Unternehmen mit dem Bau einer neuen Wafer-Fabrik in Singapur begonnen. Beide Standorte sollen gezielt die Produktion von HBM und NAND-Chips hochfahren, um die angespannten Marktbedingungen zu entschärfen.

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Die Entscheidung für Asien ist strategisch: Taiwan und Singapur bieten etablierte Halbleiter-Ökosysteme, qualifizierte Fachkräfte und Nähe zu wichtigen Kunden. Während die Taiwan-Übernahme bestehende Kapazitäten einbringt, schafft der Neubau in Singapur langfristige Flexibilität für technologische Weiterentwicklungen.

KI als Haupttreiber

Der Hintergrund der Expansion ist eindeutig: Künstliche Intelligenz verschlingt Unmengen an Speicherkapazität. KI-Trainings- und Inferenz-Systeme benötigen extrem schnelle Speicherbausteine, um riesige Datenmengen in Echtzeit zu verarbeiten. Branchenberichten zufolge war Microns geplante HBM-Produktion für 2026 bereits ausverkauft, bevor das Jahr überhaupt begann.

Diese Fokussierung auf Premium-HBM hat Nebenwirkungen: Je mehr Fertigungskapazität für spezialisierte KI-Chips reserviert wird, desto knapper wird das Angebot an konventionellem DRAM für Server, PCs und Unterhaltungselektronik. Das treibt die Preise auch in diesem Segment nach oben – ein Effekt, der sich durch die gesamte Lieferkette zieht.

Ausblick

Am 11. Februar 2026 werden Micron-Manager auf der Wolfe Research Auto, Auto Tech and Semiconductor Conference erwartet. Investoren dürften dort genau hinhören, welche Details das Unternehmen zur Zeitplanung der neuen Werke und zur erwarteten Produktionskapazität preisgibt. Die Frage ist nicht mehr, ob Micron in HBM investiert – sondern wie schnell die neuen Kapazitäten hochgefahren werden können.

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