CureVac Aktie: Blase geplatzt?
Die CureVac-Aktie ist Geschichte. Nach Abschluss der BioNTech-Übernahme wurden die Papiere des deutschen mRNA-Spezialisten am 16. Januar 2026 offiziell von der Nasdaq genommen. Damit endet ein Kapitel für eines der bekanntesten europäischen Biotech-Unternehmen – und für dessen Aktionäre.
Übernahme im Januar vollzogen
Am 6. Januar 2026 schloss CureVac die Umstrukturierung nach dem Übernahmeangebot ab. BioNTech ist seitdem alleiniger Eigentümer aller Geschäftsaktivitäten. Die ursprüngliche Gesellschaft CureVac N.V. ging durch Verschmelzung in der CureVac Merger B.V. auf. Öffentliche Aktionäre halten keine Anteile mehr.
Noch am selben Tag beantragte CureVac bei der Nasdaq die Aussetzung des Handels und reichte das Delisting-Formular bei der US-Börsenaufsicht SEC ein. Zehn Tage später war die Notierung endgültig beendet.
Die wichtigsten Eckdaten:
- Übernehmender Konzern: BioNTech SE
- Abschluss der Umstrukturierung: 6. Januar 2026
- Delisting wirksam: 16. Januar 2026
- Angediente Aktien: Rund 86,75 %
- Nachfolgegesellschaft: CureVac Merger B.V.
Hohe Beteiligung am Umtauschangebot
Das Umtauschangebot von BioNTech stieß auf breite Resonanz. Bis zur Frist am 18. Dezember 2025 wurden etwa 86,75 Prozent der ausstehenden CureVac-Aktien eingereicht – insgesamt 195,3 Millionen Papiere. Die Anteilseigner erhielten dafür BioNTech-ADSs nach einem festgelegten Umtauschverhältnis.
Die verbleibenden Minderheitsaktionäre wurden im Januar 2026 im Rahmen eines Squeeze-out zwangsweise abgefunden. Sie bekamen dieselbe Gegenleistung wie die freiwilligen Teilnehmer, abzüglich der niederländischen Quellensteuer auf Dividenden. Nicht in den Niederlanden ansässige Aktionäre konnten bis zum 27. Januar 2026 eine Rückerstattung beantragen.
Strategischer Schritt für BioNTech
Die Übernahme war erstmals im Juni 2025 angekündigt worden. BioNTech begründete den Schritt mit der Ergänzung eigener Technologien in den Bereichen mRNA-Design, Wirkstoffformulierung und Produktion. Zudem beendete der Deal laufende Patentstreitigkeiten zwischen den beiden Unternehmen. BioNTech sicherte sich die Rechte an CureVacs umfangreichem Patentportfolio.
Schwenk zu Krebsforschung ebnete den Weg
Der Zusammenschluss folgte auf eine strategische Neuausrichtung bei CureVac. Im Juli 2024 hatte das Tübinger Unternehmen seine Grippe- und COVID-19-Impfstoffprogramme für bis zu 1,45 Milliarden Euro plus Lizenzgebühren an GSK lizenziert. Danach konzentrierte sich CureVac auf die Onkologie – ein Bereich, der gut zu BioNTechs Ambitionen in der mRNA-basierten Krebsimmuntherapie passte.
Zum Zeitpunkt der Übernahme umfasste die Pipeline Kandidaten gegen Glioblastom und Lungenkrebs.
Integration läuft
BioNTech gab an, CureVac vorerst innerhalb bestehender Strukturen weiterzuführen. Strategische und operative Analysen sollen die künftige Ausrichtung von Portfolio und Organisation bestimmen. Die Forschungseinrichtungen und Produktionskapazitäten in Tübingen sind nun Teil der erweiterten BioNTech-Infrastruktur. Konsolidierte Ergebnisse werden in künftigen Quartalsberichten ausgewiesen.
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