Micron Technology Aktie: Die Knappheit wächst
Die Aktie von Micron Technology erlebte eine volatile Woche und geriet im allgemeinen Tech-Abverkauf unter Druck. Doch der Schein trügt: Fundamental spitzt sich die Lage am Speichermarkt dramatisch zu, wie Klagen der Konkurrenz beweisen. Während Infrastruktur-Ausgaben für Künstliche Intelligenz die Kapazitäten binden, reagiert der Konzern mit einer massiven Expansion in Asien.
Qualcomm warnt vor Engpässen
Der Speichermangel greift inzwischen spürbar auf den breiteren Technologiesektor über und bestätigt Microns starke Verhandlungsposition. Qualcomm-CEO Cristiano Amon machte für die jüngste enttäuschende Prognose seines Unternehmens ausschließlich fehlende Speicherchips verantwortlich. Die Verfügbarkeit sei im Vergleich zum Vorjahr gesunken, da die Hersteller ihre Kapazitäten fast vollständig für Datenzentren reservieren würden.
Diese Verknappung treibt die Preise in die Höhe. Berichten zufolge stiegen die Preise für Speicherhardware im vierten Quartal 2025 bereits um 50 Prozent. Analysten halten für das laufende erste Quartal 2026 einen weiteren Preisanstieg von 40 bis 50 Prozent für möglich, was die Margen der Produzenten weiter stützen dürfte.
Milliarden-Investition in Singapur
Um die langfristige Nachfrage zu bedienen, startete Micron am 27. Januar den Bau einer neuen, fortschrittlichen Fertigungsanlage in Singapur. Das Projekt umfasst ein Investitionsvolumen von rund 24 Milliarden US-Dollar über einen Zeitraum von zehn Jahren.
Die Eckdaten der Expansion:
* Produktionsstart: Zweite Jahreshälfte 2028
* Kapazität: 700.000 Quadratmeter Reinraumfläche
* Arbeitsplätze: Rund 3.000 neue Stellen (inklusive Packaging-Anlage)
Diese neue Fabrik ergänzt eine bereits angekündigte Anlage für High-Bandwidth Memory (HBM) am selben Standort, die ab 2027 zur Versorgung beitragen soll.
Starke Margen im Fokus
Dass die Strategie der Fokussierung auf KI-Infrastruktur finanzielle Früchte trägt, unterstreichen die jüngsten Geschäftszahlen. Der Umsatz im ersten Geschäftsquartal kletterte im Jahresvergleich um 57 Prozent auf 13,6 Milliarden US-Dollar. Besonders profitabel zeigt sich das Cloud-Geschäft, wo die Bruttomarge dank der starken Preissetzungsmacht auf 66 Prozent anstieg.
An der Börse wird diese fundamentale Stärke trotz kurzfristiger Schwankungen honoriert. Auch wenn das Papier in den letzten sieben Tagen rund 7 Prozent nachgab, verzeichnet die Aktie auf Jahressicht noch immer ein Plus von über 320 Prozent.
Der nächste wichtige Termin für Anleger ist der 18. März 2026. Dann wird Micron seine kommenden Quartalszahlen präsentieren und muss beweisen, ob die Preissetzungsmacht im Datacenter-Bereich weiterhin die Produktionskosten und Expansionsausgaben überkompensieren kann.
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